| Originaltitel | Alles auf Zucker! |
| Land und Jahr | Deutschland 2004 |
| Kino-Start | 06.01.2005 |
| Genre | Komödie |
| FSK | 6 |
| DVD-Start | 30.09.2005 |
| Regie | Dani Levy |
| Länge | 90 Min. |
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Kritiken
Eine deutsche Komödie, die sich dem jüdischen Humor verschrieben hat, gab es schon lange nicht mehr. Regisseur Dani Levy stellt denn auch gleich eines der wichtigsten Themen ihres sprichwörtlichen Humors ins Zentrum: Die Familie. Dazu mischt er die Geschichte derverstrittenen Brüder, die sich wegen der Mauer in Unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Der eine ist ein fast orthodoxer Jude, der andere will nichts vom Glauben wissen, ist gar ein Kommunist geworden. Mit viel Wortwitz inszeniert Levy diese Geschichte, die das Jüdische Leben in Deutschland einmal nicht in historischer Hinsicht betrachtet. Politisch nicht immer korrekt nimmt er seine Glaubensbrüder aufs Korn. Levy erklärt, was den jüdischen Humor so speziell macht: "Juden können mit sich schonungslos umgehen, politisch unkorrekt, selbstironisch. Jüdischer Humor betrachtet Menschen liebevoll, ist frech, ohne dabei in die Klamotte abzugleiten." Dieser Humor scheint beim Publikum auch anzukommen. Ursprünglich war "Zucker" als Fernsehfilm geplant. Nach einer Testvorführung waren die Reaktionen aber so überwältigend, dass die Produzenten kurzerhand entschieden, das Werk doch in die Kinos zu bringen. Eine weise Entscheidung. Denn mit einer Mischung aus " Snatch - Schweine und Diamanten" und "Good Bye, Lenin!" hat Levy eine echt gelungene deutsche Komödie geschaffen, die fürs Fernsehen viel zu schade wäre.
Daniela Truttmann/Filmreporter.de