| Originaltitel | An Education |
| Land und Jahr | Großbritannien 2009 |
| Kino-Start | 18.02.2010 |
| Genre | Drama |
| FSK | 6 |
| DVD-Start | 19.08.2010 |
| Regie | Lone Scherfig |
| Länge | 100 Min. |
© Sony Pictures
Kritiken
"An Education" spielt in einer Zeit des Übergangs. Anfang der 1960er Jahre ist das bürgerliche Leben in London noch ganz von den puritanischen Moralvorstellungen des Bürgertums geprägt. Gleichzeitig zeichnet sich bereits die freigeistige Gesinnung der in den folgenden Jahren aufkommenden "Swinging Sixties" ab. Dieser Übergang spiegelt sich in der Figur der Jenny wider. In gewisser Weise ist die Geschichte ihrer persönlichen Wandlung auch die Geschichte einer gesellschaftlichen Veränderung. Dabei gelingt es dem Film auf wundervolle Weise, ein Gefühl von Freiheit, Rebellion und Veränderung zu vermitteln. Dies liegt sowohl am überzeugenden Spiel der durchweg hervorragenden Besetzung, als auch an der behutsamen Inszenierung. Lone Scherfig ("Wilbur wants to kill himself") erzählt die Liebesgeschichte von Jenny und dem wesentlich älteren David mit dem nötigen Fingerspitzengefühl. Gleichzeitig erzeugt die Regisseurin durchgehend ein Gefühl des Zweifels gegenüber der Figur des David. Als Zuschauer spürt man, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Was genau, erfährt man erst gegen Ende des Films. Umso enttäuschender ist, wie sich die dramatische Enthüllung schließlich innerhalb von nur wenigen Minuten in Wohlgefallen auflöst.
Carlos Corbelle/Filmreporter.de