Kathryn Bigelows historischer Sieg

08.03.2010

Kathryn Bigelow war die große Gewinnerin der gestrigen Oscar-Verleihung. Ihr Kriegsdrama "Tödliches Kommando" gewann sechs Preise, unter anderem für den besten Film und die beste Regie. Bigelow ist damit die erste Frau, die mit einem Oscar als beste Regisseurin geehrt wurde. Nach der Verleihung äußerte sie sich zu dieser historischen Auszeichnung. "Ich hoffe, ich bin die erste von vielen", kommentierte die Regisseurin ihren Sieg, wie die Entertainmentzeitung Hollywoodreporter am 7. März 2010 berichtet. "Ich würde mich am liebsten bloß als Filmemacherin betrachten und sehne den Tag herbei, an dem das Geschlecht irrelevant wird." Auf die Frage, was Bigelow nun ihrem Ex-Mann James Cameron ("Avatar - Aufbruch nach Pandora") mitteilen würde, lachte sie und sagte: "Du hast mich sprachlos gemacht." Jeff Bridges gewann für das Country-Drama "Crazy Heart" den Oscar als bester Hauptdarsteller. Der Schauspieler freut sich darüber, dass der Preis für sein eigenes Musikschaffen förderlich sein könnte: "Das ist etwas, das ich bereits seit langer Zeit mache. Die Auszeichnung wird mir dabei helfen, damit weiterzumachen", erzählte Bridges. Sandra Bullock erhielt den Preis als beste Hauptdarstellerin in "Blind Side - Die große Chance". Tags zuvor hatte sie für "Verrückt nach Steve" die Goldene Himbeere (wir berichteten) als schlechteste Darstellerin erhalten. Bullock nahm das Ganze mit Humor. "Die beiden Preise werden Seite an Seite sitzen, wie es sich gehört", scherzte die Schauspielerin und fügte hinzu: "Die Himbeere wird vielleicht auf einem anderen Regal stehen - tiefer." Mo'Nique wurde als beste Nebendarstellerin in "Precious - Das Leben ist kostbar" prämiert und betonte die Wichtigkeit dieser Rolle für ihr Leben: "Die Rolle hat mein Leben verändert und mir gezeigt, nicht zu urteilen und bedingungslos zu lieben." Christoph Waltz zeigte sich hinter den Kulissen überrascht über seine Auszeichnung als bester Nebendarsteller in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds". "Ich hatte nicht mit dem Oscar gerechnet, ich war zu ausgelastet. Ich konnte nicht an Auszeichnungen denken", sagte Waltz und ergänzte: "Ich würde jedem Schauspieler am Anfang seiner Karriere empfehlen, nicht an Awards zu denken, bevor man mit der Arbeit beginnt."