Léon - Der Profi
Originaltitel Léon
Land und Jahr Frankreich 1994
Kino-Start 02.02.1995
Genre Action, Thriller
FSK 16
DVD-Start 24.05.2005
Regie Luc Besson
Länge 105 Min.

Kritiken

Mit "Léon - der Profi" hat Luc Besson ein höchst eigenwilliges Werk geschaffen. Er führte nicht nur Regie, sondern entwickelt auch die intelligente Story um eine der ungewöhnlichsten Beziehungen der Filmgeschichte. Vor allem vermag er es, die Beziehung neu zu entfalten und ihr immer wieder neue Aspekte hinzuzufügen. Unglaublich, wie fesselnd er das mehr oder weniger simple Spiel seiner beiden Hauptakteure inszeniert hat. Tiefgründige Dialoge ziehen sich durch den ganzen Film, ohne irgendwann nachzulassen. Jean Reno und Natalie Portman glänzen in ihrer Rolle als außergewöhnliches Killerpärchen. Ihre Verhaltensweisen wirken absolut glaubwürdig, so dass man an keiner Stelle von "unrealistisch" sprechen kann. Und dass, obwohl Besson mit moralisch fragwürdigen Bildern den Zuschauer immer wieder auf die Probe stellt. Mathilda begleitet Léon bei seinen alltäglichen Tötungsaufträgen, was manchmal fast an die Grenze der Perversität stößt. Aber Besson überschreitet sie nie. So wird der Zuschauer mit teils rasanten, teils sehr gefühlvollen Bildern konfrontiert, die realistische Waffenübungen und intensive Vater-Tochter-Szenen paaren. Besson hat die Rolle des Profikillers dem kantigen Schauspieler Jean Reno auf den Leib geschrieben, aber die eigentliche Entdeckung des Films war die junge Natalie Portman. Der Regisseur, Autor und Produzent fand seine kleine Filmheldin, bei einem Casting mit über tausend Mädchen. Zu empfehlen ist insbesondere der Directors Cut, erst in diesem ist die Beziehung des Killers und seiner Schülerin auch in die Tiefe gezeichnet

Birgit Deiterding/Filmreporter.de