Sundance Film Festival

In Utah geht's rund...

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Jedes Jahr im Januar findet das berühmte Sundance Film Festival in Salt Lake City in Utah statt. Vorgestellt werden amerikanische und internationale Filme.

 

Die Themen liegen abseits vom Mainstream, die Produktion spiegeln oft wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme wider. Ein Hauptthema 2012: Die Wirtschaftskrise.

 

Am 19. Januar eröffnete Robert Redford das Festival im Wintersportparadies. Das Sundance Film Festival wurde nach seiner Rolle und Lieblingsfigur des Sundance Kid im Film "Zwei Banditen" benannt. Ursprünglich hieß das Festival 1978 nämlich noch "Utah/US Film Festival", um mehr Filmproduzenten nach Utah zu locken. Doch seit 1981 ist Redford Vorstandsvorsitzender. 117 unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Spielfilme aus 30 Ländern treten in diesem Jahr an.

 

Den Auftakt machte am Donnerstag der Dokumentarfilm "The Queen of Versailles". Die Tragikomödie handelt von den David und Jacqueline Siegel und ihrem wahnwitzigem Plan.  Die Billionäre planten eine 27.500 Quadratmeter große, schlossartige Privatvilla und scheiterten bitter an der Finanzkrise 2008.

Die Golden-Globe-Gewinnerin Octavia Spencer ist in dem Drama "Smashed"  über zwei Alkoholiker zu sehen. Der Film entstand ohne Unterstützung aus Hollywood mit einem Mini-Budget. Viele Dokumentarfilme des Festivals greifen die aktuellen Probleme in den USA auf. Ein Beispiel: "The House I Live In", das die eskalierende Drogen-Situation im Land thematisiert.

 

Deutschland ist in diesem Jahr mit zwei Kurzfilmen vertreten: In der Doku "Into the Middle of Nowhere" von Anna Frances Ewert geht es um die Einzigartigkeit der Kindheit und die unendliche Vorstellungskraft von Kindern. Sie zeigt einen Waldkindergarten, in dem die Kinder die Grenzen der Realität austesten können. Der Wald wird zum Rollenspiel.

Der zweite Kurzfilm, "Spielzeit", kommt von Schülern der Internationalen Filmschule in Köln. Er entstand 2010 als einer von vier Filmen innerhalb des Projekts "People on Sunday 2010", in Anlehnung an den Film "Menschen am Sonntag" aus dem Berlin des Jahres 1930.

 

Das Festival bietet eine Chance für die 45 Newcomer und Erstlingsregisseure, groß rauszukommen. Wer dieses Jahr den Durchbruch schaffen könnte, seht ihr oben in der Gallery.

Bilder vom letzten Jahr: