DVD-Tipp: Das Bildnis des Dorian Gray
Forever young...
Dorian Gray ist zeitlos - im doppelten Sinne. Die Figur Dorian verriegelt das eigene Alter hinter einer Leinwand und bleibt scheinbar auf ewig jung. Und Oscar Wildes Literaturvorlage von 1890 wirkt auch in unserer Zeit von Botox und Beauty-Wahn noch aktuell wie nie zuvor. Jetzt kommt der Klassiker neu ins Kino.
Jeder ist von der Schönheit Dorian Grays (Ben Barnes) fasziniert. Auch Maler Basil Hallward (Ben Chaplin) erliegt der Anziehungskraft des hübschen Jünglings. Sein Gemälde des naiven Schönlings wird zu seinem Meisterwerk.
Der gelangweilte Lord Henry Wotton (Colin Firth) ist ebenso fasziniert. Doch sein Interesse ist anderer Natur. Er stellt sich die Frage, ob die äußerliche Schönheit mit der inneren gleichzusetzen ist. Kann man die moralischen Vergehen am äußeren Erscheinungsbild ablesen?
Er macht es sich zur Aufgabe, Dorian zu verführen und dessen Anmut zu zerstören. Doch Dorian hat ein Geheimnis. Sein unbedacht ausgesprochener Wunsch, seine Seele zu geben, wenn nicht er, sondern sein Portrait altern würde, ist wahr geworden. All seine lasterhaften Ausschweifungen gehen spurlos an ihm vorüber, dafür greifen sie das Bild umso mehr an.
Es verwandelt sich immer mehr zu einer hässlichen vermodernden Fratze. Um sein Geheimnis zu bewahren, schreckt Dorian auch vor Mord nicht zurück. Jahre später schwebt auch Lord Wottons Tochter Emily (Rebecca Hall) in Gefahr.
Oscar Wildes Klassiker gibts nun auch auf DVD. Die kommt mit ordentlich Bonusmaterial: entfallenen Szenen, Interviews mit den Darstellern und der Crew, vier Featurettes und einem Blick hinter die Kulissen.