Atemlos - Gefährliche Wahrheit - Filmkritik

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An Action-Star is born

„Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ könnte für Taylor Lautner der Beginn einer veritablen Karriere als neuer Held am Action-Himmel sein. Regisseur John Singleton setzt den „Twilight“-Star geschickt ein, ohne ihn zu überfordern.

Der Schüler Nathan Harper (Taylor Lautner) entdeckt auf einer Website über vermisste Kinder ein Foto, das ihn als kleinen Jungen zeigt. Noch bevor der Schock verdaut ist, werden seine Eltern von Profi-Killern ermordet. Zusammen mit seiner Schulfreundin Karen (Phil Collins Tochter Lily) gelingt ihm gerade eben noch die Flucht. Die Verfolger aber sind den beiden auf den Fersen. Und Nathan ahnt, dass er nur dann eine Chance hat zu überleben, wenn er das Rätsel um seine Identität löst...

Ein Film wie eine Anleitung zum ‚Parkour’-Sport

„Twilight“-Co-Star Taylor Lautner versucht sich mit „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ zum ersten Mal als Top-Act einer großen Hollywood-Produktion für den Big Screen.

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Und tatsächlich macht der junge Mann mit den kantigen Zügen durchaus eine gute Figur als neuer Held am Action-Firmament. So hat die brillante Sequenz im Baseball-Stadion durchaus etwas von Parkour, dem Extremsportart, bei dem es darum geht, unter Überwindung sämtlicher Hindernisse den kürzesten Weg von A nach B zu nehmen.

Zwar sieht man Lautner deutlich an, dass er (noch) alles andere als ein Charakterdarsteller ist. Das aber stört hier kaum, weil das Drehbuch von ihm in erster Linie verlangt, physisch präsent und hellwach zu sein. Und dieser Aufgabe wird der junge Mann jederzeit gerecht.

Vorbilder: „Bourne“ und Hitchcock

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Denn Regisseur John Singleton, der sich im Action- („Vier Brüder“; „Shaft“) ebenso auskennt wie im Drama-Genre („Boyz n the Hood“), versteht es geschickt, seinen Jungstar gar nicht erst mit allzu anspruchsvollen Szenen zu überfordern.

Vielmehr nutzt Singleton Lautners unübersehbares Potenzial als körperlich hoch präsenter Schauspieler, in dem er ihn - dem Titel entsprechend - durch einen atemlos-furiosen Thriller hetzen lässt. Ein Thriller, der sich durchaus ebenso bei der „Bourne“-Trilogie bedient wie bei einem klassischen Vorbild wie Hitchcocks „North by Northwest“, wo ebenfalls ein Mann auf Leben und Tod gejagt wurde, ohne zunächst zu verstehen, von wem und warum.
 

Hochkarätiger Cast

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Was „Atemlos“ aber vor allem über allzu gängige Genre-Ware hebt, ist der glänzende Cast. Charakterköpfe und Stars wie u. a. Alfred Molina, Sigourney Weaver, Maria Bello, Elisabeth Röhm oder der Schwede Michael Nyqvist (die Stieg Larsson-Trilogie) stehen für und garantieren auch in kleinen oder kleinsten Rollen exquisites Schauspielerkino.

Dass Lautner an der Seite dieser Schwergewichte nicht untergeht, das darf ihn tatsächlich schon jetzt auf eine Karriere auch jenseits der Teen Idol-Zeit hoffen lassen.

 

Andreas Kötter