Auf dem Schlachtfeld schneidet Corin (Ron Perlman) den ungeborenen Sohn aus dem Leib seiner sterbenden Frau he…
Conan - Filmkritik
© 2011 Warner Bros. Ent.
Eine einzige, große Schlachtplatte
Mit seiner Neuauflage von „Conan the Barbarian“ hält sich Remake-König Marcus Nispel nicht lange an Nebensächlichkeiten auf, sondern setzt lieber ganz auf großen Blutzoll.
Buchstäblich von frühster Kindheit an erfährt Conan (Leo Howard als junger, Jason Momoa als erwachsener Conan) brutalste Gewalt. Aus dem Bauch der ermordeten Mutter gerettet, ist Conans Weg gezeichnet von Gewalt.
Als der Junge später auch noch erleben muss, wie sein Vater Corin (Ron Perlman) vom grausamen Khalar Zym (Stephen Lang) ermordet wird, treibt ihn nur noch der Gedanke an Rache vorwärts...
Marcus Nispel – Remake-König von Hollywood
Mehr als 25 Jahre nachdem Kult-Regisseur John Milius den Fantasy-Stoff von Robert E. Howard um „Conan – The Barbarian“ ins Kino brachte, mit einem Arnold Schwarzenegger als Titel gebender Held, der damals erst am Beginn seiner Hollywood-Karriere stand, die den tumben Kraftprotz aus der Steiermark schließlich sogar in den kalifornischen Gouverneurs-Palast führen sollte, hat sich der gebürtige Frankfurter Marcus Nispel erneut der mythologischen Krieger-Saga angenommen.
Nispel ist mittlerweile gar so eine Art „Remake-König von Hollywood“. Zuvor hatte er auch schon Horror- bzw. Splatter-Klassiker wie „Freitag, der 13.“ und „Texas Chainsaw Massacre“ äußerst plakativ erneut mit Blut und abgehackten Körperteilen gefüllt.
Jason Momoa macht beim Kopfabschlagen eine gute Figur
© 2011 Warner Bros. Ent.
Und auch wenn „Conan“ dem Fantasy- und nicht dem Horror-Genre zuzuordnen ist, Splatter gibt es auch diesmal en masse. Genau genommen ist Nispels Versions des „Conan“-Stoffes eine einzige Schlachtplatte, die höchstens sehr kurz einmal von etwas ruhigeren, besinnlicheren Momenten unterbrochen wird. Was aber letztlich auch besser so ist.
Denn wie seinerzeit Schwarzenegger ist auch der Hawaiianer Jason Momoa, der den erwachsenen Conan gibt, weit von dem entfernt, was man einen Charakterdarsteller nennen würde. Also beschränkt sich die Regie für Momoa auf das, was er offensichtlich am besten kann: leicht bekleidet eine gute Figur dabei zu machen, wie er seinen Gegnern den Kopf oder andere Körperteile abschlägt.
Große Schauwerte
Dass „Conan – The Barbarian“ dennoch durchaus so etwas wie gelungene Kino-Unterhaltung bietet, liegt an der opulenten Ausstattung des Films.