Student Dave soll die Welt vor dem Zauberer Horvath retten. - Übernatürliche Action von Disney!
Filmkritik - Duell der Magier
© Walt Disney Studios
Von Zauberlehrlingen und Knallchargen
Mit dem Fantasy-Spektakel „Duell der Magier“ huldigt Produzenten-Legende Jerry Bruckheimer niemand anders als dem guten, alten Goethe. Schade nur, dass Nicolas Cage dabei nicht so recht mitspielen mag.
Seit vielen Jahrhunderten wacht der große Zauberer Balthazar Blake (Nicolas Cage), einst ein Getreuer des sagenumwobenen Merlin, über das Wohl von New York City. Nun aber macht ihm sein Erzfeind Maxim Horvath (Alfred Molina) zunehmend das Leben schwer.
Blake sucht nach Unterstützung und glaubt sie im linkischen Studenten Dave (Jay Baruchel) finden zu können. Ausgerechnet in Dave sieht der große Magier den Zauberlehrling, der seine Mission fortführen soll. Ungläubig und zunächst nur widerwillig lässt sich Dave auf das haarsträubende Abenteuer ein...
Cage, Bruckheimer, Turteltaub – bisher ein Erfolgsmodell
Nach „Das Vermächtnis der Tempelritter“ und „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ ließ sich Nicolas Cage für „Duell der Magier“ schon zum dritten Mal von Regisseur Jon Turteltaub anleiten. Und eine noch viel längere Zusammenarbeit verbindet den Hollywoodstar mit Top-Produzent und „Fluch der Karibik“-Mastermind Jerry Bruckheimer.
Denn mit dem größten Hexenmeister der Traumfabrik bildete Cage bereits sieben mal ein explosives Team, neben den „National Treasure“-Movies u. a. auch bei solchen Krachern wie „The Rock“, „Con Air“ oder „Gone In Sixty Seconds“.
Cage, Bruckheimer, Turteltaub und eine Story, die inspiriert ist vom wunderbaren Disney-Trickfilm-Klassiker „Fantasia“ von 1940, der wiederum auf den guten alten Goethe und dessen „Zauberlehrling“ zurückgriff.
Das klingt nach einem knallbunten, charmanten Fantasy-Spektakel für (fast) die ganze Familie. Eben ganz so, wie Cages „National Treasure“-Abenteuer. Dass diese Rechnung, die bisher meist auch an der Kinokasse aufging, diesmal nicht so recht funktioniert, hat gleich mehrere Ursachen.
Cage – Ausgestattet mit dem Hang zum Over-Acting
Zum einen liegt es in der Natur aller Bruckheimer-Produktionen, so viel - zugegebenermaßen meist beeindruckenden -Hokuspokus zu veranstalten, dass nur eine sehr starke Story dagegen bestehen kann. Diese Story aber kann „Duell der Magier“ nicht bieten, die Geschichte an sich bleibt schlichtweg zu dünn.
Zum größten Problem dieses kunterbunten „Harry Potter meets Ghostbuster“-Knallbonbons gerät dennoch nicht, dass Bruckheimer auf der großen Leinwand erneut zu dick aufträgt (während er in einigen seiner TV-Produktionen, wie „Cold Case“ oder „Without A Trace“, durch gezeigt hat, dass er ein Meister der Verhältnismäßigkeit sein kann).
Vielmehr liegt das größte Manko im Star des Films. Cage, schon immer „ausgestattet“ mit dem Hang zum Over-Acting, ist in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer Karikatur seiner selbst verkommen. Soll er dann noch einen mittelalterlichen Magier im modernen New York spielen, dann kennt der Mann beim Chargieren offensichtlich kein Halten mehr. Und überdreht prompt. Dass „Zauberlehrling“ Jay Baruchel dagegen eine überzeugende Meisterprüfung ablegt, ist da nur ein schwacher Trost.