Filmkritik To Rome With Love
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Roman Holiday
Starregisseur Woody Allen ist auf seiner Reise durch die Metropolen Europas in der „ewigen Stadt“ angekommen. „To Rome With Love“ gerät ihm zu einem wunderbaren Beziehungsreigen und zu einer Liebeserklärung an Rom.
Wie heißt es so schön: alle Wege führen nach Rom, in die „ewige Stadt“. Das gilt auch für den Architekturstudenten Jack (Jesse Eisenberg), der hier mit seiner Freundin Sally (Greta Gerwig) glücklich zusammenlebt. Bis Sallys Freundin Monica (Ellen Page) aus den USA zu Besuch kommt...Auch der ehemalige Opern-Regisseur Jerry (Woody Allen) ist gerade mit seiner Frau am Tiber zu Besuch.
Er will seinen Schwager, den Bestatter Giancarlo (Fabio Armiliato) überreden, Opernkarriere zu machen. Das Problem: Giancarlo singt nur unter der Dusche....der einfache Büroangestellte Leopoldo (Roberto Benigni) dagegen hat es schon zum Medienstar gebracht, muss aber mit seiner neuen Berühmtheit erstmal fertig werden...und Landei Antonio (Alessandro Tiberi), will nur seine Flitterwochen in Rom verbringen, sieht sich plötzlich gezwungen, das stadtbekannte Callgirl Anna (Penélope Cruz) als seine Frau auszugeben...
Hier kommt wieder zusammen, was seit „Roman Holiday“ zusammen gehört
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Woody Allens Reise durch die großen europäischen Metropolen geht weiter. Nach London („Matchpoint“; „Scoop“; „Cassandras Traum“), Barcelona („Vicky Cristina Barcelona“) und Paris („Midnight in Paris“) ist der kleine Regisseur mit dem großen Humor nun in der ewigen Stadt angekommen.
Und in „To Rome With Love“ bringt Allen zusammen, was (im Film) spätestens seit „Roman Holiday“ („Ein Herz und eine Krone“) auch zusammen gehört, Rom und die Liebe. So gerät dem Magier des sanften, nichtsdestotrotz aber auch sehr scharfsinnigen Humors sein neuer Film dann auch zu einer wunderbar leichten, nie aber flachen Auseinandersetzung mit seinem unbestrittenen Lieblingsthema, den Verwerfungen, die Liebe und Beziehungen immer wieder ausgesetzt sind.
Liebeserklärung an Rom
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Dabei setzt Allen wie gehabt auch auf eine hochkarätige Besetzung. Alec Baldwin, Penélope Cruz, Roberto Benigni, Judy Davis etc. setzen die gewohnt geschliffenen, pointierten Dialoge mit großer Spielfreude um.
Und auch Allen selbst macht nach einigen Filmen, in denen er nicht zu sehen war, endlich wieder das, was er (vor der Kamera) am besten kann: er gibt die liebenswerte Nervensäge, die die Umgebung oft an Rand der Verzweiflung bringt. Unbestrittener Star von „Rome With Love“ aber ist dennoch die ewige Stadt selbst.
Die lässt Allen von Kameramann Darius Khondji („Panic Room“; „Funny Games US“), der für ihn bei „Midnight in Paris“ auch schon den Charme von Paris eingefangen hatte, in warmen Farben erstrahlen. Farben, die sich ein berückendes Stelldichein geben mit der grandiosen Architektur der Stadt. Eine schönere Liebeserklärung als hier hat Rom wohl schon lange nicht mehr erhalten.
Andreas Kötter