Fright Night - Filmkritik
© Walt Disney Studios
Vampire in Vegas
„Fright Night“ ist das gelungene Remake eines Horrorkomödien-Klassikers von 1985. Im Gegensatz zum Original geht es hier deutlich deftiger zur Sache.
Charley Brewster (Anton Yelchin) hat alles, was ein Teenager braucht. Er sieht gut aus, gilt als ‚cool’ und er hat mit Amy (Imogen Poots) eine bildhübsche Freundin. Da kann man beinahe verstehen, dass er für seinen langjährigen Freund Ed (Christopher Mintz-Plasse), der völlige Gegenentwurf zu ihm und alles andere als ‚cool’, kaum noch Zeit hat.
Auch Eds Sorge über einige vermisste Schüler nimmt Charley zunächst nicht Ernst...bis in der Nachbarschaft ein gut aussehender Fremder namens Jerry (Colin Farrell) auftaucht, dessen Charme auch Charleys Mutter (Toni Colette) zu erliegen droht. Es dauert nicht lange, bis Ed seinen Freund davon zu überzeugen versucht, dass der nette Nachbar in Wahrheit ein Vampir ist. Zunächst hält Charley Ed endgültig für durchgeknallt. Dann aber verschwindet auch der Nerd plötzlich...
Bruch mit dem üblichen Genre-Fundus
Komödie und Schocker
© Walt Disney Studios
Weil nicht nur Colin Farrell als diabolisch-smarter Blutsauger eine richtige gute Figur macht, sondern gerade auch die Jungstars Anton Yelchin („Star Trek“) und Christopher Mintz-Plasse („Superbad“) überzeugen und wie Beauty Imogen Poots („28 Weeks Later“) eine Top-Figur machen, ist auch der zweite Aufguss von „Fright Night“ ein echtes Horror-Schmankerl.
Wobei der Humor diesmal mehr als nur eine Prise schärfer ausfällt als beim Original. Vor allem die zweite Hälfte des Films, bei der auch die 3D-Effekte deutlicher zum Tragen kommen, spart durchaus nicht mit Schockeffekten. Da wird dann aus der Komödie unversehens auch schon mal ein echter Schocker. So böse jedenfalls hat man Colin Farrell lange nicht gesehen.
Andreas Kötter