Insidious - Filmkritik

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Ein Schocker der alten Schule

Mit „Insidious“ ist den „Saw“- und „Paranormal Activity“-Macher James Wan und Jason Blum ein klassischer Grusel-Thriller gelungen, der auf Splatter-Effekte verzichtet, und dennoch das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Für Lehrer Josh Lambert (Patrick Wilson), seine Frau Renai (Rose Byrne) und die drei Kinder des Paares erfüllt sich mit dem Umzug auf ein altes Anwesen ein lange gehegter Wunschtraum...aus dem aber nur allzu schnell ein wahrer Albtraum wird.

Denn nach einem mysteriösen Sturz fällt Sohn Dalton (Ty Simpkins) in ein auch für medizinische Experten unerklärliches Wachkoma. Zudem kommt es im Haus immer wieder zu bedrohlichen Geräuschen und Erscheinungen, so dass ein erneuter Umzug die Familie den finsteren Mächten entreißen soll. Schon bald aber müssen die Lamberts feststellen, dass es nicht das alte Haus war, das von Dämonen besessen ist...

Nervenzerfetzende Musik, düster-bedrohliche Bilder

Was kommt dabei heraus, wenn sich „Saw“-Regisseur James Wan und „Paranormal Activity“-Produzent Jason Blum zusammentun, um einen Spukhaus- und Poltergeist-Streifen zu inszenieren?! „Insidious“ lautet die richtige, und auch ein wenig überraschende Antwort. Denn Regisseur Wan verzichtet hier ganz bewusst auf jeden Anflug von Splatter.

Vielmehr beweist der Regisseur, dass er sein großes Talent für geradezu markerschütternde Schock-Momente auch ohne Blutorgien in beklemmende Bilder umsetzen kann. Tatsächlich ist den Machern mit „Insidious“ ein im allerbesten Sinne altmodischer Gruselschocker gelungen, der dank Nerven zerfetzender Musik und düster-bedrohlicher Bildkompositionen so atmosphärisch dicht daher kommt, dass man gerne darüber hinwegsieht, dass der Film in der zweiten Hälfte ein wenig zu sehr auf einen „Ghostbusters“-Faktor setzt.

Die Lamberts wollen ein neues Leben anfangen und beziehen deshalb ein neues Haus. Doch schon nach kurzer Zeit wird ihr lang ersehnter Wunschtraum zu einem Albtraum...

The call is coming from inside the house ... Wie rettet man sich vor dem Horror in den eigenen vier Wänden? "Insidious" ab 21. Juli 2011 im Kino ...

Dalton hat einen Unfall auf dem Dachboden, doch was war der Grund...

Rosy Byrne überzeugt als Mutter im Ausnahmezustand

Zum überzeugenden Grusel trägt vor allem auch Rose Byrne bei. Byrne, die schon in der fantastischen TV-Serie „Damages“ unter Beweis gestellt hat, dass sie als Frau im Ausnahmezustand jederzeit voll zu überzeugen weiß, gibt hier eine Mutter am Rande des Nervenzusammenbruchs.

Wie sie verkörpert, wie schon das schlichte Schaukeln eines Schaukelpferdes oder Geräusche aus einem Babyphone zum schieren Terror werden können, das darf man durchaus als schauspielerische Glanzleistung bezeichnen. Eine Leistung auch, von der die meisten Scream Queens nicht einmal (schlecht) träumen können.


Andreas Kötter