Killer Eltie- Filmkritik

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Statham mit Niveau

„Die Killer-Elite“ ist nur auf den ersten Blick ein typischer Jason Statham-Reißer. Bei genauerem Hinschauen aber steht das Regie-Debüt von Gary McKendry - auch dank solcher Stars wie Robert De Niro und Clive Owen - in der Tradition harter Agenten-Thriller wie „Ronin“ oder „Die Bourne Identität“.

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Ein extrem schwieriger, emotional berührender und damit hochgradig gefährlicher Job ist es, den der ehemalige Söldner und Auftragskiller Danny Bryce (Jason Statham) erledigen soll. Will Bryce das Leben seines früheren Mentors und Freundes Hunter (Robert De Niro) retten, der sich in der Gewalt eines arabischen Ölmagnaten befindet, dann muss er für den Ölscheich einen schmutzigen Job erledigen. Bryce soll drei ehemalige britische SAS-Elitesoldaten ausschalten, die der Scheich für den Tod seiner drei Söhne verantwortlich macht. Und dass die Morde an den Briten wie Unfälle aussehen sollen, macht den Job für den Auftragskiller nicht gerade leichter...

Außer dem Titel nichts mit dem Peckinpah-Klassiker gemein

„The Killer Elite“ – das war der Originaltitel eines furiosen Polit-Thrillers von Sam Peckinpah, den die Regielegende Mitte der 70er Jahre mit James Caan und Robert Duvall in den Hauptrollen inszenierte. „Killer Elite“, der neue Agenten-Reißer mit Action-Star Jason Statham aber hat mit dem Peckinpah-Klassiker inhaltlich gar nichts gemein.

Killer Elite- Trailer

Aber auch der Statham-Film hat durchaus seine Qualitäten. Und die sind, wie bei Statham nicht anders zu erwarten, ziemlich handfest. Soll heißen: Statham-Fans, die darauf setzen, auch bei „Die Killer-Elite“ wüste, beinahe artistische Schlägereien und wilde Ballereien serviert zu bekommen, die werden nicht enttäuscht. Worauf das Statham-Trademark prangt, da ist ganz sicher auch Statham drin. Bestes Beispiel etwa ist die furiose Szene, die wie aus dem Repertoire einer Zirkus-Truppe wirkt, als der an einen Stuhl gefesselte Statham sich mit einem Salto erst seines Gegners entledigt und dann mit dem, was vom Stuhl noch übrig ist, aus dem Fenster springt.

Owen kann Statham als handfester Action-Held durchaus das Wasser reichen

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Trotzdem aber hat „Die Killer-Elite“ mehr zu bieten als solche – ohne Frage – sehenswerten Spektakel. Nun ist der Star solcher Reißer wie „Crank“, „Expendables“ oder „Death Race“ zwar sicherlich nicht das, was man einen Charakterdarsteller nennt. Aber Statham macht längst auch dann eine ordentliche Figur, wenn er nicht gerade aus seinen Gegnern „die Scheiße herausprügelt“. Zudem hilft es dem Film (und Statham) auch, dass er mit Robert De Niro und Clive Owen durchaus schauspielerische Hochkaräter als Co-Stars hat. Owen etwa kann als Action-Star Statham durchaus das Wasser reichen. Und De Niro merkt man geradezu an, dass er offensichtlich Gefallen daran gefunden hat, nach „Ronin“ zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren wieder in einem harten Agenten-Thriller vor der Kamera zu stehen. Was wohl auch daran liegt, dass die Story nach dem Roman „The Feather Men“ von Ranulph Fiennes von 1991 durchaus einen handfesten Bezug zur Realität hat.

Regisseur McKendry schafft einen gelungenen Einstieg

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Es geht, bzw. es ging damals (auch) um Öl, um britische Interessen, und nicht zuletzt um einen tödlichen Geheimbund. All das gelingt es Regisseur Gary McKendry dank der Unterstützung seiner Stars auch in den Parts sehr unterhaltsam zu inszenieren, in den nicht geschlagen, geschossen oder etwas in die Luft gejagt wird. Nicht nur für ein Regie-Debüt zeigt Mckendry eine durchaus souveräne Handschrift und versteht es immer wieder im richtigen Augenblick, die enormen Gewalt-Eruptionen einzubremsen, so dass keine Übersättigung entsteht. Und er vermeidet damit auch, dass „Die Killer-Elite“ doch nur ein weiterer Statham-Reißer geworden wäre. Tatsächlich kann sich McKendrys Film durchaus messen mit den besseren Exemplaren dieses Genres. Nicht schlecht für einen Newcomer.

 

Andreas Kötter