The Help - Filmkritik

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Jackson, Mississippi Anfang der 60er Jahre...

„The Help“ ist eine bewegende Bestseller-Verfilmung, die mit viel Herz und Humor vom Schicksal afroamerikanischer Hausangestellter während der frühen 60er im noch sehr rassistischen Mississippi erzählt. Emma Stone, Viola Davis und Octavia Spencer überzeugen hier als ganz unterschiedliche Kämpferinnen für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung .

 

1962 - noch vor Beginn der schwarzen Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King - kehrt die junge Skeeter (Emma Stone) von ihrem Collegestudium zurück in ihre Südstaaten-Heimatstadt und träumt davon, Schriftstellerin zu werden. Ihre Freundinnen von früher haben alle viel Freizeit, denn ihre Babys und Haushalte werden von farbigen Hausangestellten versorgt.

In ihrem Heimatort wird sie wieder konfrontiert mit dem dumpfen Rassismus der Südstaaten: Eine ihner Freundinnen will das Gesetz einbringen, dass Schwarze separate Toiletten benutzen sollen. Skeeter ist dermaßen schockiert, dass sie beschließt, das Thema aufzugreifen und farbige Hausmädchen in ihrer Umgebung zu interviewen, um ihre Seite zu dokumentieren.

Zu Beginn wird ihre Hilfe abgelehnt, doch später erhält sie die volle Unterstützung von den beiden Hausmädchen Aibileen (Viola Davis) und Minny (Octavia Spencer).

Bestseller-Verfilmung nach Kathryn Stockett

„The Help“ geht zurück auf den gleichnamigen Bestseller von Kathryn Stockett und wird in den USA bereits als heißer Oscar-Kandidat gehandelt.

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Zu Recht, denn „The Help“ ist ein bewegendes, längst nicht nur wegen seiner Laufzeit von fast zweieinhalb Stunden mächtiges Stück Kino - wenn auch nicht ganz frei von Klischees:

Die buchstäbliche Schwarzweiß-Malerei sprich Gut-Böse-Zeichnung der Charaktere wirkt manchmal etwas zu bemüht. Aber das ist auch schon das Einzige, was man „The Help“ und Regisseur Tate Taylor vorwerfen könnte

Regisseur Tate Taylor wuchs selbst in Jackson auf

Dem gegenüber stehen aber eine wunderbare Geschichte voller Menschlichkeit und Wärme und auch Humor. „The Help“ erzählt von Ausgrenzung und Schmerz, aber auch von Zivilcourage und Hoffnung.

The Help

Das alles wirkt sehr lebensnah – was wohl auch daran liegt, dass sowohl die Bestseller-Autorin Stockett als auch Regisseur Taylor selbst ihre Kindheit in Jackson erlebten.

Stockett war es auch, die sich dafür einsetzte, dass Taylor, bis dahin ein kaum beschriebenes Blatt und überhaupt nur durch die eher überflüssige Komödie „Pretty Ugly People“ aufgefallen, die Regie zu „The Help“ übertragen wurde.

Ein Risiko, das sich gelohnt hat. Denn Taylor hat viel Wert auf Authentizität gelegt. Man spürt, dass der Mann weiß, wovon er erzählt. Und die Tatsache, dass ‚on location’ gedreht wurde, verstärkt dieses Gefühl der Realität noch.
 

Der wunderbare Cast füllt die Story mit Menschlichkeit und Wärme

Das alles aber wäre nur Blendwerk, wäre da nicht der großartige Cast, der diese Geschichte mit Leben und Wärme füllt.

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Emma Stone, demnächst auch im neuen „Spider-Man“ zu sehen, beweist eindrucksvoll, dass sie zweifellos zu den besten Schauspielerinnen ihrer Generation gehört und das Zeug zu einer großen  Charakterdarstellerin hat.

Ebenso bewegend famos sind Viola Davis und Octavia Spencer, die mit großer Überzeugungskraft, aber auch immer wieder mit Augen zwinkerndem Humor die Entrechteten von Jackson geben. „Diese Frauen ziehen weiße Kinder groß, aber sie dürfen nicht einmal die Toilette in unseren Häusern benutzen“, empört sich Skeeter einmal zu Recht.

Zu viel Demütigung für die resolute Minny, die ihr Schicksal jetzt selbst in die Hand nimmt. Eine rauschende Toilettenspülung und ein zuklappender Toilettendeckel werden zum Zeichen für Aufbegehren und Selbstbestimmung...
 

Andreas Kötter

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