Die Geschichte des Oscars
Wie alles begann...
In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sah sich das Kino vom Radio bedroht, weil immer mehr Menschen den Kinosälen fernblieben und lieber die Hörspiele im Radio verfolgten. So wurde 1927 die Academy of Motion Picture Arts and Sciences gegründet, die eigentlich zum Ziel hatte, die Menschen wieder in die Kinos zu locken.
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Von einem Preis war damals noch gar keine Rede. Erst zwei Jahre später kamen die Mitglieder auf die Idee, sich mit einer Statue für Verdienste im Filmgeschäft zu ehren. Als Trophäe war ein goldener Ritter mit Schwert auf einer Filmrolle geplant, der den Namen „Academy Award of Merit“ erhielt.
Der Startschuss
Die erste Verleihung 1929 riss jedoch niemanden vom Hocker, da die Gewinner bereits vorab den Zeitungen mitgeteilt wurden und die Verleihung wenig glamourös im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens stattfand. Erst als die Verleihung professionelleren Charakter erhielt, im Radio übertragen wurde und die Gewinner nicht mehr vorab verkündet wurden, wuchs das Interesse der Öffentlichkeit. Ihren Spitznamen „Oscar“ soll die Statue übrigens folgendermaßen erhalten haben: Die ehemalige Bibliothekarin der Academy, Margaret Herrick, soll beim Anblick der Statue gesagt haben: „Der sieht ja aus wie mein Onkel Oscar!“. Der Name setzte sich in den Köpfen der Menschen fest, seit eine Klatschkolumnistin in ihrer Kolumne 1934 Katherine Hepburn zu ihrem Gewinn des „Oscars“ gratulierte. Erst 1941 erkannte die Academy den Spitznamen an und verwendet ihn seitdem selbst.
Der Oscar
Der goldige Kerl hat sein Aussehen im Lauf der Zeit nicht geändert, wohl aber seine Größe und sein Gewicht. Heute ist er etwa 3,85 kg schwer und ist 34,29 cm hoch. Er besteht aus einem massiven Nickel-Kupfer-Silber-Körper, der mit 24-karätigem Gold überzogen ist. Immer wieder schön, die verblüfften Gesichter der Gewinner zu sehen, wenn sie den Preis in die Hand gedrückt bekommen und er ihnen beinahe runterfällt, weil er so schwer ist. Während des zweiten Weltkriegs war Metall Mangelware, weswegen die Veranstalter der Verleihung den Oscar kurzerhand aus Gips gießen ließen und einfach golden angemalt haben – fertig war der Light-Oscar!
Live dabei
Jedes Jahr verfolgen über 1 Milliarde Menschen die Oscar-Verleihung gebannt am Bildschirm. Und jeder einzelne wäre wohl am liebsten selbst vor Ort, um seine Lieblingsstars live und in Farbe zu erleben. Früher war das auch möglich, Eintrittskarten wurden für fünf Dollar verschleudert – Büffet inklusive. Heute läuft das leider nicht mehr so, Eintrittskarten werden nicht für den Verkauf freigegeben, einen Platz im Kodak Theater, wo die Oscar-Verleihungen seit 2002 statt finden, erhält nur, wer persönlich eingeladen wurde. Aber eine Chance bleibt uns noch: Jeder kann bei der jährlichen Verlosung für einen der 300 Sitzplätze am Roten Teppich teilnehmen – mehr ist nicht drin.