Roots to grow
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Stefanie Heinzmann
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Wenn Stefanie Heinzmann auf die letzten anderthalb Jahre zurückblickt, kann sie selbst nicht glauben, was alles passiert ist und welch kometenhafte Karriere sie hingelegt hat. Es ist manchmal ein Gefühl, als säße sie in einer Seifenblase und betrachte sich von außen – das Schweizer Mädchen vom Land, das plötzlich Dinge tut, die so völlig fremd sind. Der Sieg von Stefan Raabs Castingshow hat Stefanie in ein Parallel-Universum katapultiert. Eine fremde Welt, die ihr anfangs seltsam anmutete und auch Angst machte. Noch heute schüttelt sie lächelnd den Kopf, wenn sie sich ihre damaligen Gefühle in Erinnerung ruft. Den Status quo vor 18 Monaten und den von heute – beide betrachtet Stefanie geerdet. Weil sich ihr Leben und ihr Umfeld geändert haben, aber nicht sie selbst. Gerade diese echte, ehrliche Attitüde macht Stefanies Musik zu dem, was sie ist: unverwechselbar, ungekünstelt und immer ein bisschen unangepasst. Genauso klingt das zweite Album von Stefanie Heinzmann, das am 11. September erscheint. Der Sound ist vertraut Heinzmann, aber dennoch neu. Ausgefeilter, abenteuerlicher, atemberaubender – aber trotzdem so, wie es Stefanie auch ist: einfach echt. Stefanie hat sich nicht nur mehr Zeit für das zweites Album genommen, sie hat auch probiert, jongliert und experimentiert. Sich für Neues geöffnet und dadurch noch besser als Künstlerin kennen gelernt. Das hört man. Die neuen Songs mischen noch immer gekonnt Funk, Soul und Pop, klingen aber insgesamt musikalischer und bombastischer. Zum Beispiel der gleichnamige Titelsong zum Album. Der zeigt eine ganz neue Seite von Stefanie. Der Stil, der Sound – bisher ungehört, aber dafür umso spannender, weil Stefanie mit Gentleman ins Studio ging. Die chillige Reggae-Nummer kommt leichtfüßig daher und ist der perfekte musikalische Ausklang für einen sonnigen Altweibersommer. Stefanies zweites Album besticht durch die gelungene Mixtur aus verschiedenen Elementen, die den Sound so einmalig machen und ihre Rockröhre perfekt einbetten. Fette Drums, die dennoch weich ins Ohr gehen. Groovige Bässe, die trotz gutem Druck immer unaufdringlich bleiben. Kraftvolle Bläser für einen satten Big-Band-Sound. Warme Streichersätze und fragile Gitarrenakzente, die chillig daherlaufen und dem Gesamtwerk Zartheit und Zerbrechlichkeit verleihen. Das Ergebnis: kunstvolle Arrangements, die dem vertrauten Heinzmann-Stil noch mehr Kraft und Druck geben. Manchmal so stark und intensiv, dass man von Songs richtig weggeblasen wird, dann wieder so zart und liebevoll, dass einem die Kehle trocken wird. Ein Effekt, über den Stefanie selbst verblüfft ist.
| 05.09.09 | Mittweida | Tag der Sachsen |
| 19.09.09 | Berlin | Kindl Bühne Wuhlheide |
| 29.08.09 | Reigoldswil | Musik Weekend/ Wasserfallen |
| 04.09.09 | Gossau | BBC Open/ Zeltallee BBC |