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Eddie the Eagle – warum er so beliebt war und ist!

„Eddie the Eagle“ mit Hugh Jackman und Christopher Walken ist gerade in den deutschen Kinos angelaufen und manche fragen sich vielleicht, ob die Lebensgeschichte des Skispringers wirklich so war, wie im Film und was der „Adler“ heute so macht.

Wir haben die Antworten und die wichtigsten Infos zu dem ehemaligen britischen Skispringer Michael „Eddie“ Edwards!

Ski im Schnee
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Nur nicht aufhören zu träumen!

Michael Edwards wurde am 5. Dezember 1963 in Cheltenham, Großbritannien geboren und hatte schon früh einen Traum! Im zarten Alter von acht Jahren sah er die Olympischen Spiele zum ersten Mal im Fernsehen und wusste ab diesem Zeitpunkt – das will ich auch, egal wie!

olympische Ringe
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Nun denn, für die Olympischen Spiele braucht man aber eigentlich eines, und das ist Begabung für eine bestimmte Sportart. Eddie versuchte eine Weile vergebens herauszufinden, was seine Begabung war. Judo, Pferdesport und Volleyball waren es jedenfalls nicht, hier scheiterte er mehr oder weniger kläglich.

Mit der Fernsehübertragung der Vierschanzentournet im Jahre 1985/86 trat dann das Skispringen auf den Plan. Da Großbritannien beim Skispringen überhaupt nicht vertreten war, beschloss Michael der erste britische Skispringer zu werden, der an den Olympischen Spielnehmen teilnehmen würde – was ihm dann letztendlich auch gelang.

Auf nach Olympia!

Eddie lernte das Skifahren auf englischen Hügeln und nahm dann 1987 an den nordischen Skiweltmeisterschaften teil. Wie auch später öfter in seiner Karriere belegte er hier den letzten Platz, aber seine Sprungweite von 73,50 Metern war britischer Rekord und so war ihm die Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Calgary sicher!

Eddie mangelte es weiterhin an Talent, aber keinesfalls an Elan und Hingabe. Auch seinen Humor hat der Adler nie verloren. Er sah sich selbst niemals als Gold- oder Silverfavorit, auf die Frage nach seiner Hoffnung bei den Spielen antwortete er nur: In meinem Fall gibt es nur zwei Arten von Hoffnung – Bob Hope und no hope!

Nichtsdestotrotz den Mut behielt er stets, denn auch für Eddie war und ist „Dabei sein alles!“ Pleite, wie er damals war, musste er seinen Helm mit einer Schnur festknoten, und als sich der Knoten bei einem seiner Sprünge löste, war Eddie wohl der einzige Skispringer, dessen Ausrüstung weiterflog, als er selbst.

Der Publikumsliebling

Mit weiten Sprüngen konnte Michael nie überzeugen, aber seine Art zu springen, war einfach anders, weshalb er bald kein Unbekannter mehr war. Es konnte eben nur einer wie ein Adler abheben, und wie ein toter Papagei landen. Er hatte schnell viele Fans, die seine Art zu springen liebten und vor allem auch seinen wundervollen Humor sowie seine Selbstironie.

Nicht nur seine Fans überhäuften den Adler bei seinen frühen Landungen mit Blumen , auch seine Kontrahenten mochten den stark kurzsichtigen Eddie. Um seine spärliche Ausrüstung etwas auf Vordermann zu bringen, versorgte ihn das italienische Team beispielsweise mit einem ordentlichen Helm. Das österreichische Team stellte ihm Skier zur Verfügung. Genützt hatte es ihm nicht allzu viel – eine Goldmedaille war nicht drin, aber die Sympathien der Zuschauer sind ihm geblieben, bis heute!

Wie es nach den olympischen Spielen weiterging und was Eddie heute macht

You can do much more
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Nach den Olympischen Spielen in Calgary erging es Eddie nicht zu schlecht. Er hatte unter anderem einen Auftritt in der Tonight Show und in seiner Heimatstadt empfing ihn eine große Nicht-Siegerparade. Eddie machte Werbung für Eagle Airlines und es gab unzählige Eddie-Fanartikel, wie T-Shirts, Caps oder Schlüsselanhänger.

Der Adler war sehr begehrt, eröffnete Shoppingcenter und er nahm sogar einige Lieder auf, die es bis in die Charts schafften.

Er verdiente sehr viel Geld, was aber auch schnell wieder ausgegeben war. Eddie begann Jura zu studieren, doch auch hierfür hatte er wieder nicht das richtige Talent. Heute arbeitet er wieder in seinem Ausbildungsberuf als Maurer und zusätzlich als Motivationstrainer.

Ganz ehrlich, neben dem Wolf of Wallstreet Jordan Belfort, ist Eddie für den Beruf als Motivationstrainer wohl prädestiniert. Mit dem Kinofilm zu seinen Ehren, wird er sich hier auch ganz bestimmt über steigende Besucherzahlen freuen dürfen.

So viel Ehrgeiz, Mut und Humor gehören auch belohnt und Eddie könnte hiermit auch endlich seine wahre Bestimmung gefunden haben. Der Adler bleibt ein Held, von dem wir alle noch etwas lernen können.

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