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Out of My Hand

Es ist überall ein Kampf

"Out of My Hand" ist das neuste Werk aus den Federn des Regisseurs Takeshi Fukunaga. Nachdem das Drama um den liberianischen Plantationarbeiter schon auf den Internationalen Filmfestspielen in Berlin großen Andrang feierte, gewann er nun auch noch den U.S. Fiction Award beim L.A. Film Festival.

Out of my hand

Als Arbeiter auf einer Gummiplantage in Liberia, ringt sich Cisco (Bishop Blay) immer wieder aufs neue durch den Tag, um sich und seiner Familie ein anständiges Leben zu gewähren. Obwohl er und seine Mitarbeiter sich einer Gewerkschaft anschließen, schafft es das Großunternehmen die Männer, und damit ihren Traum von einer besseren Zukunft, im Zaum zu halten. Als jedoch ein amerikanischer Cousin zu Besuch kommt, ergreift Cisco die Chance auf eine bessere Zukunft und riskiert alles für eine Reise nach New York City. Dort kommt er in einer liberianischen Community unter und findet Arbeit als Taxifahrer. Eine neue Welt mit neuen Leuten und Erfahrungen eröffnet sich für Cisco. Doch gerade als er sich an das neue Leben gewöhnt, trifft er auf Jacob (David Roberts), ein ehemaliger liberianischer Kindersoldat, der unerwarteterweise Cisco dazu zwingt sich mich den Dämonen seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.

"Out of My Hand" wurde in Liberia und New York City gedreht und stellt mit seinen liberianischen Schauspielern die ungeschminkte Wahrheit dar. Gekonnt und selbstsicher bringt Regisseur Takeshi Fukunaga nicht nur den täglichen Kampf zwischen den Liberianern, sondern auch die Komplexität in einer Stadt wie New York City an die Oberfläche, und gibt damit einer Gesellschaft, die eher wenig in der Filmindustrie vertreten ist, eine Stimme.

“Obwohl das heutige Internetzeitalter und alle Informationen zur Verfügung stellt, ist es irgendwie passiert, dass wir doch unwissend und gleichgültig der Welt um uns geblieben sind. Mit diesen Film möchte ich einfach auf die Tatsache aufmerksam machen, was hinter den Produkten der Massenindustrie steckt, die wir jeden Tag nutzen – wir sind an Männer und Frauen aus Teilen der Welt gebunden, über die wir überhaupt nichts wissen. Ein anderer Aspektpunkt ist, dass wir nicht von unserer Vergangeheit entfliehen können. Mit diesen Ideen im Hintergrund, möchte ich eine Geschichte über einen Mann zu erzählen, der mit allen Mitteln um ein besseres Leben kämpft und versucht über seine bestehenden Einschränkungen hinauszuwachsen. ” (Fukunaga, 2015)

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