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Sein neues Album erscheint am 29.08.2014

Alpa Gun

„Ehrensache“, „Alles kommt zurück“ - und jetzt „Geboren um zu sterben“. 

Alpa Gun Major Moves
© Major Moves

Seit Alpa Gun aus dem Schatten seines ehemaligen Mentors Sido getreten ist und seine Karriere in die eigenen Hände genommen hat, wählt er große Worte für seine Albentitel. Und das völlig zurecht:
Denn wo Szene und Fans vor allem öffentlichkeitswirksamen Beef zwischen Rappern gesehen haben, entschied sich für Alpa Gun nicht weniger als seine persönliche und künstlerische Zukunft.

Früher stand ich immer im Hintergrund, obwohl ich Talent hatte - niemand hat mich gefördert. Und als ich am Boden war und Hilfe gebraucht hätte, hat mir keiner die Hand gereicht. Aber jetzt stehe ich auf eigenen Beinen und übernehme die volle Verantwortung für mich und meine Karriere.“

Und das hört man deutlich auf „Geboren um zu sterben“.
Alpa geht auf „Geboren um zu sterben“ die ganz großen Themen an; Dinge, über die der mit reichlich Lebenserfahrung aus 33 bewegten Lebensjahren gesegnete Alpa viel besser sprechen kann, als die meisten seiner jungen Rap-Kollegen.

Er hat die Straße in all ihren Facetten erlebt, die Tücken der Musikindustrie am eigenen Leib zu spüren bekommen, aber trotz aller menschlichen Enttäuschungen sitzt sein Herz immer noch am rechten Fleck.

Ich bin Vater geworden, ich denke nur noch an mich und meine Familie“, erklärt Alpa seine Entwicklung. „Und seitdem verstehe ich auch meinen Vater viel besser.“ Über diesen hat er auch einen Song geschrieben, in dem es genau um dieses Thema geht.

Und auch sonst schöpft Alpa auf „Geboren um zu sterben“ aus seinem persönlichen Erfahrungsschatz: Er schreibt für seine kleinen Brüder und Schwestern, über seinen eigenen Neugebinn, das Leben und den Tod – und wählt dabei Worte, die ebenso direkt wie poetisch sind.

Ich denke viel über das Leben und den Tod nach. Ich war ganz unten, ich hab mich gehen lassen und wollte sterben. Aber ich gehe trotzdem meinen Weg, das hab ich bewiesen – und das Leben geht schließlich weiter. Das Leben beendet nur der, der es uns gegeben hat.“

Aber natürlich ist Alpa Gun auch nach wie vor ein Rapper, der auch entsprechende Ansagen in Richtung Szene machen kann. Seinen Humor hat er auch als verantwortungsvoller Vater und Independent-Künstler auch nicht verloren – und so kann man sich auch über Themensongs freuen, für die andere Rapper schlicht und ergreifend zu eitel sind:

„Ich und meine Glatze“ setzt sich damit auseinander, was es bedeutet, wenn sich das Haupthaar lichtet.

Das bedeutet, dass du ein richtiger Mann bist“, lacht Alpa. „Eine Glatze zeigt, dass du einen hohen Testosteronwert hast – schau dir doch an, was für Männer eine Glatze haben: Jason Statham, Bruce Willis, Alpa Gun.“

Alpa weiß genau, wo er hin will. Er hat nicht nur Talent, er weiß auch, wie er es umsetzt. Er ist erfolgreicher denn je. Er ist ein Vorbild und übernimmt familiär, geschäftlich und künstlerisch Verantwortung. Und er hat mit „Geboren um zu sterben“ das bisher beste Album seiner Karriere aufgenommen.

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