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Bastille mit ihrem 90er Mash-up Hit "Of The Night"

Bastille

Bastille – ein Wort, das nach Revolution klingt, nach Umwälzungen, nach einem Sturm auf das Alte, das daraufhin dem Neuen weichen muss. Als der in London lebende Sänger und Songwriter Dan Smith seiner Band diesen Namen gab, dachte er dabei ehrlich gesagt nur an sein eigenes Geburtsdatum, den 14. Juli, denn auf Englisch heißt der Französische Nationalfeiertag nun mal "Bastille Day". Bedenkt man allerdings, in was für einem Tempo die erfolgreichste UK-Newcomer-Band des letzten Jahres die Musikwelt überrollt, erstürmt und auf den Kopf gestellt hat, sind auch die anderen Assoziationen, die ihr Name auslöst, unbedingt zutreffend...

Bastille 2014

Die unfassbare Erfolgsserie des Jahres 2013 besiegelten Bastille mit gleich noch einer Hit-Single (#2 in UK; Top-10 in Deutschland) namens " Of The Night ", für die sie zwei absolute Dance-Klassiker der Neunziger, "Rhythm Of The Night" von Corona und "Rhythm Is A Dancer" von Snap! , einfach mal zusammendachten – ein Mash-up also, das ursprünglich auf ihren "komplett illegalen" (so Smith) Mixtapes Other People’s Heartache, Vols. I & II vertreten war. "Diese Mixtapes haben wir parallel zur Arbeit am Album gemacht", berichtet er. "Hat superviel Spaß gemacht; echte Klang-Orgien waren das, wobei unser Label ganz schön Panik hatte, weil wir einfach so irgendwelche Filmsamples benutzt und Coverversionen gemacht haben, ohne dafür um Erlaubnis zu bitten. Die Idee dahinter war, dass Popmusik diese Offenheit haben sollte, also nie zu exklusiv sein darf, und deshalb haben wir einfach mal die ganzen Stücke verarbeitet, auf die wir früher als Kids standen – Sachen wie Corona , Snap!, oder auch 'What Would You Do?' von City High. Wir haben das Ganze dann als Free-Download ins Netz gestellt, und Tausende von Fans haben die Mixtapes heruntergeladen – hat sich super angefühlt, diese Nummern mit ihnen teilen zu können.“

Auch ins Jahr 2014 sind sie mit massivem Rückenwind gestartet: In gleich vier Kategorien waren sie bei den BRIT-Awards nominiert – "British Breakthrough Act", "British Group", "British Album", "Best Single" (für " Pompeii ") – und gewannen hinterher den Preis als "British Breakthrough Act"; dazu traten sie in Johannesburg vor 15.000 Menschen aus (ihr bisher größtes Publikum als Headliner) und verkauften restlos alle Tickets für ihre Show im Londoner Alexandra Palace. Momentan sind Bastille auf US-Tour, wo Bad Blood mit dem höchsten Chartentry eines UK-Debüts im Jahr 2013 für Furore gesorgt hat, während "Pompeii“ in den Staaten über 1,5 Millionen Downloads verzeichnet und in den Top-10 der Billboard-Hot-100 landete. Im Januar waren sie zudem ins Motown Museum von Detroit eingeladen worden, um dort eine exklusive Akustik-Show zu spielen. "Insofern haben wir inzwischen wohl die Kategorie 'Museums-Pop' geprägt", sagt Smith und muss selber lachen. "Wer weiß, was als nächstes ansteht: Vielleicht werden wir als erste Band der Welt im Brustkorb eines Brontosaurus im Naturhistorischen Museum von London auftreten."

Möglich wäre selbst das: Wenn die letzten 12 Monate Bastille nämlich eine Sache gezeigt haben, dann die, dass man nie wissen kann, was einen hinter der nächsten Ecke erwartet. "Wir haben ehrlich gesagt nie besonders hohe Erwartungen an unsere Band gehabt", gesteht Smith. "Das mag vielleicht schräg klingen, wenn man bedenkt, wie das letzte Jahr für uns gelaufen ist, aber ich glaube, es ist einfach besser für einen selbst, wenn man das so betrachtet. Wir reiten auch nie lange auf irgendwelchen Erfolgen herum oder ruhen uns auf irgendwelchen Lorbeeren aus. Als wir zum Beispiel davon erfuhren, dass unser Album auf Platz 1 gelandet war, haben wir nur gesagt, 'Das ist ja vollkommen verrückt', haben uns danach betrunken und ab dem Morgen danach nie wieder ein Wort darüber verloren. Das war eigentlich bei allen Erfolgserlebnissen so: So ganz wollen wir sie wohl immer noch nicht wahrhaben. Und dann hält man doch für einen Moment inne und lässt das mal kurz sacken... und klar, das ist alles der Wahnsinn! Aber es ist auch einfach nur vollkommen durchgeknallt!"

Eine verrückte, durchgeknallte Realität, an die sie sich besser so langsam mal gewöhnen sollten. Das Jahr 2014 hat gerade erst begonnen, und der größte Sturm von Bastille braut sich gerade erst zusammen...

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Website: www.bastille-music.de

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