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Cäthe

Das mit der eigenen Musik beginnt 2005 in Hamburg. Eine inspirierende, wichtige Zeit. Cäthe ist Anfang zwanzig, belegt den Popkurs und trifft treue Wegbegleiter wie Mika, Gisbert und Flozze, der heute auch der Bassist ihrer Band ist. 

Cäthe - Musik Feature
© Oliver Reetz

Die Sache entwickelt sich aber nicht von heute auf morgen: „Ich glaube, ein paar Jahre lang habe ich mich gedrückt. Ich hatte Schiss, meinen Vorstellungen nicht gerecht zu werden. Hatte Angst vor der Auseinandersetzung. Eigentlich scheue ich die zwar nicht, aber bei mir müssen Kopf und Herz immer einhundert Prozent im Einklang sein – das kann zehren.“ 

Die meiste Zeit ist sie nicht krankenversichert, muss Freunde um Flaschenpfand bitten und hat mächtig damit zu tun, erwachsen zu werden. „Irgendwann kam ich an einen Punkt, an dem ich beschloss, es einfach zu wagen. Vielleicht hätte mir mein Perfektionsanspruch sonst noch ewig im Weg gestanden.“ Die Notwendigkeit, Musik zu machen ist stärker als das Bedürfnis nach Struktur, deswegen kommt ein geregelter Beruf auf Dauer nicht in Frage.

„Für mich sind die private Person und die Person auf der Bühne untrennbar. Wenn man es mit der Musik ernst meint, stellt man irgendwann fest, dass das alles ganz natürliche Prozesse sind, die man als Künstler eben durchleben muss. Man lernt, die Sache ernst zu nehmen, nicht so sehr sich selbst.“

2011 ist sie soweit und das Debütalbum „Ich muss gar nichts“ macht einen Anfang. Es steigt in die Charts ein und erobert die Sinne ihrer Zuhörer im Sturm.

Das Fernsehen will sie auch: Inas Nacht, Morgenmagazine, die Harald Schmidt Show. Im Frühjahr 2012 folgt eine Pracht-Tour mit ihrer Band – achtundzwanzig Shows in zweiunddreißig Tagen. Und als Krönung der Autorenpreis der GEMA in der Kategorie ‚Komposition Rock’. Die Jury hat Cäthe und ihre Musik verstanden und belohnt sie ausdrücklich dafür, dass sie ihren eigenen Weg geht.

Am 14.06 erschien ihr neues Album „Verschollenes Tier“. Der außergewöhnliche Titel liegt Cäthe am Herzen: „Das Tier steht für die Verbindung mit dem Ursprünglichen, dem Instinktiven in mir. Im Alltag ist es oft verschüttet und versteckt sich. Aber wenn ich mich mit mir befasse, Musik mache oder auf der Bühne stehe, kommt es raus und kann atmen. Auf diesem Album komme ich dem verschollenen Tier, also mir selbst, sehr nah. Es fühlt sich an wie ankommen.“

Cäthes neue Single

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