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Emeli Sandé Long Live The Angels/Hurts

Emeli Sandé

Emeli Sandé meldet sich zurück mit neuer Single "Hurts" aus dem aktuellen Album "Long Live The Angels"

Emeli Sandé Hurts/Long Live The Angels
© Universal Music

„Long Live The Angels“ heisst das zweite Album von Emeli Sandé heißen, welches heute am 11. November erscheint.

Sämtliche Höhen und Tiefen, sämtliche Fragen, Einsichten und Erkenntnisse der vergangenen vier Jahre stecken in diesem Album, in dessen Verlauf die Schottin tiefe und ungeschönte Einblicke in ihre Gefühlswelt präsentiert – und sich damit ganz neue Freiräume eröffnet. Wie ein derartiger Befreiungsschlag klingt auch die erste Singleauskopplung „Hurts“, die ab sofort erhältlich ist: „Das ganze Album handelt davon, sich nicht länger zurückzuhalten, sich nicht länger selbst zu zensieren – und ‘Hurts’ ist eine regelrechte Explosion. Dieser Song ist einfach mal... Klartext“, so Sandé über die Ballade, die zu den persönlichsten und gefühlvollsten Auskopplungen ihrer Karriere zählt.

Viel ist passiert seit den sensationellen Erfolgen, die Emeli Sandé vor vier Jahren mit ihrem gefeierten Debütalbum „Our Version Of Events“ gelandet hat: Besagter Erstling sollte sich nicht nur 2012 als das meistverkaufte Album in UK entpuppen, sondern auch als zweiterfolgreichstes Album 2013; dazu gab’s siebenfaches Platin für die LP, die sich insgesamt sieben Wochen an der UK-Chartspitze halten sollte. Während sich „Our Version Of Events“ weltweit sage und schreibe 4,6 Millionen Mal verkaufen und sogar einen fast fünf Jahrzehnte bestehenden Chartrekord der Beatles brechen sollte, als das Debüt 63 Wochen am Stück in den UK-Top-10 vertreten war, landete die Schottin mit Singles wie z.B. „Read All About It (Part III)“ (Top-5 in Deutschland) oder „Next to Me“, die sich über 1,5 Millionen Mal verkauft hat, gleich drei Mal an der Spitze der britischen Singlecharts und räumte auch in den Staaten Platin ab. Parallel dazu gewann Emeli Sandé gleich drei Brit Awards („Critics’ Choice“, „Best Album“, „Female Solo“). Die Multiinstrumentalistin mit der Sopranstimme hatte ursprünglich als Songwriterin angefangen und für Kollegen wie Wiley, Wretch 32 und Chip (Chipmunk) gearbeitet, um schon wenig später auch internationalen Größen wie Alicia Keys, Rihanna oder Katy Perry Hits auf den Leib zu schreiben.

Ende 2013 musste Sandé feststellen, dass sie eine Auszeit brauchte, weil sie ihr Privatleben einfach zu lange vernachlässigt hatte: „Klingt zwar vielleicht etwas dramatisch, aber ich wollte an dem Punkt einfach abtauchen. Einfach nur verschwinden. Ich hatte dieses dringende Bedürfnis, diese ganze Maschinerie zu stoppen“, berichtet sie rückblickend, „und so kam’s ja dann auch nach und nach.“ Nun meldet sich Sandé zurück – mit „Long Live The Angels“.

Aufgenommen in New York City, L.A., London und Oxford, erscheint das zweite Album der Schottin als Standard- (15 Tracks) und Deluxe-Version (18 Tracks). Und selbst wenn sie das Tempo im Verlauf des Longplayers gelegentlich drosselt, ist diese einzigartige Energie und eine euphorische Grundstimmung durchweg zu spüren. „Mir persönlich war wichtig, dass das Album nicht überproduziert klingt“, berichtet Sandé, „und was den Gesang angeht, habe ich wirklich alles gegeben!“ Ihre Ausnahmestimme ist denn auch das Kernstück dieser neuen Songs, mit denen die 29-Jährige eindrucksvoll unterstreicht, über was für ein außergewöhnliches musikalisches Gespür sie verfügt.

Der von Sandé im Alleingang geschriebene Eröffnungstitel „Selah“, ein kurzes Gedicht über Chorgesängen, gibt perfekt den Ton an für dieses Album, das gleich danach das grandiose „Breathing Underwater“ bereithält: „Der ultimative Trip: eine Wiedergeburt, eine Selbstfindung“, so die Sängerin über diesen Song. Absoluter Minimalismus hingegen ist „Give Me Something“, ein Stück, das davon handelt, wie man die Hoffnung nicht verliert, auch wenn sich das Schicksal gegen einen gewendet hat. Auf Klavier und Streicher setzt Sandé schließlich für die wunderschönen Melodiebögen von „Shakes“, um danach zu ihren Urban-Wurzeln zurückzukehren: „Garden“ hat sie in London gemeinsam mit Albumgast Jay Electronica geschrieben und produziert – und stellt damit noch einmal klar, dass auch Rap und R&B zu ihren wichtigsten Einflüssen zählen. Ein Song wie „Lonely“ hingegen hätte auch an einem Sommernachmittag in den späten Sechzigern entstanden sein können, woraufhin das von Jonny Coffer und Mojam geschriebene „Sweet Architect“ noch so ein ganz klares Album-Highlight ist – allein schon wegen der unglaublichen Choreinlagen.

Gegen Ende von „Long Live The Angels“ richtet die Sängerin ihren Blick noch einmal nach vorne, auf neue Wege und Möglichkeiten: „Every Single Little Piece“ ist eine Midtempo-Ballade mit umwerfenden Streichern und noch größerem Refrain, und das optimistische „Highs & Lows“ ist ihrer Familie und ihrer eigenen Geschichte gewidmet.

Mit der Veröffentlichung von „Long Live The Angels“ beginnt ein ganz neuer Lebensabschnitt für Emeli Sandé: „Ich bin wirklich stolz auf mein erstes Album und dankbar für all die Dinge, die es mir ermöglicht hat – und doch bin ich viel glücklicher mit meinem neuen Album und dem Punkt, an dem ich heute im Leben stehe.“

Das Album ist als Deluxe & Standard Edition erhältlich.

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