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Otto Normal

Normal. Was ist schon normal? -Die Freiburger Band Otto Normal jedenfalls nicht – trotz ihres Namens.

Otto Normal
© Reposit Records

Auf ihrem aktuellen Album haben sie auf fünfzehn treibenden Songs „Das neue Normal“ ausgerufen, mit dem sie der Normalität einen zeitgemäßen Anstrich verpassen und dem althergebrachten Verständnis des Normalitätsbegriffs eine soundwellenschlagende Alternative entgegensetzen.

Der rote Faden, der die fünfzehn Songs des Albums zusammenhält, wurde allein aus Facettenreichtum, vertonter Freude und einem genresprengenden Verständnis von unbändiger Kreativität geknüpft. Zudem ist die Platte der Musik gewordene Beweis der Richtigkeit des alten Sprichworts, dass Gegensätze sich anziehen: so treffen druckvolle Partytunes mit deichkindischer Dringlichkeit („Noch n Nö“) auf entspannte Relax-Tracks wie „Ich tauch ab“, stehen funky Abhandlungen über die Dancefloor-Historie der vergangenen fünfzig Jahre („Tanzroboter“) neben der ironischen Abfeierei des eigenen Ichs („Ich bin geil“), folgen freudvolle Nonsens-Nummern à la „Paris Paris“ auf herzschmerzende Wahrheiten über die Brutalität erloschener Liebe („Das siebte Jahr“).

Die erste Single-Auskopplung des Albums ist das Stück „Augen zu“, eine treibend eingängige Funk-House-Nummer, die mit wortspielerischer Leichtigkeit eine erste Ahnung vom anormalen Potenzial der Band liefert; eine gekonnte Kombination von intelligentem Wortwitz mit taktgefühlvoller Tanzbarkeit, die in dieser Stringenz hierzulande nur selten zu finden ist.

Das Album "Das Neue Normal" erscheint am 28.03. über reposit.records/soulfood.

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