„In den 50ern und 60ern war das Leben eines schwulen Mannes ein Geheimnis. Homosexualität war illegal, also hat man versucht nicht allzu sehr aufzufallen“, erklärte Sir Ian McKellen (73) dem britischen Blatt „Daily Mail“. Der Schauspieler zögerte aber nicht nur sein Coming-out hinaus, weil er Angst vor dem Gesetz hatte, vielmehr wäre er als schwuler Schauspieler ein enormes berufliches Risiko eingegangen.
Die Zweifel hat der „Der Hobbit“-Star aber schon lange abgelegt. „Aber mich zu outen, war das Beste, was ich jemals getan habe, und ich habe niemals einen anderen homosexuellen Menschen getroffen, der nicht genauso dachte“, sagt der Darsteller selbstbewusst. Auch heute noch sieht „Gandalf“ auf einen Schauspieler, der sein Coming-out hatte, einige Probleme zukommen: „Es gibt noch immer junge Schauspieler, die Karriere als Hauptdarsteller in romantischen Filmen machen wollen. Da ist es das Beste, sich nicht als schwul zu outen“, vermutet Sir Ian.
Dann ergänzt „Der Hobbit“-Star noch: „Ich fragte mich früher auch, ob ich nach meinem Coming-out noch Romeo spielen könnte. Irgendwann dachte ich aber: Gibt es einen Job, der es wert ist, dass man so viele Kompromisse schließt, dass man sogar über sich selbst lügt? Ich glaube nicht. In Hollywood ist das aber immer noch ein heikles Thema.” Schon seit etlichen Jahren kämpft Ian McKellen allerdings gegen die Vorurteile. Seinem Promistatus hat er ein breites Forum für sein Anliegen zu verdanken.
Wer sich von den schauspielerischen Qualitäten des „Gandalf"-Darstellers überzeugen möchte, der sollte sich schleunigst Karten für „Der Hobbit“ besorgen. Seit dem 13. Dezember ist der Fantasy-Film in ganz Deutschland zu sehen.
ih
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