Wenn das keine Repertoire-Erweiterung ist: Sänger Jan Delay (35) wagt sich musikalisch auf fremdes Terrain und wendet sich auf seinem neuen Album einer für ihn eher ungewöhnlichen Musikrichtung zu. Warum es gerade Rock geworden ist, verrät der smarte Musiker jetzt in einem Interview mit „fudder.de“:
„Rock ist das Genre, das ich am spätesten für mich entdeckt habe. Und bei mir ist es immer so: Wenn ich mich in ein Genre vertiefe und es geil finde, will ich da auch was machen. 'Guns N' Roses' fand ich natürlich schon als Kind geil und hab die sogar in der Schülerband gespielt. Und 'Nirvana', 'Rage Against the Machine' und die 'Beastie Boys' hab ich damals auch schon gefeiert. Aber eigentlich war Rockmusik immer der Feind. Ich war halt Hardcore-Hip-Hopper. Richtig Rockmusik hab ich dann erst ab 2003 gehört.“
Angelockt haben ihn damals anscheinend vor allem einige ganz besondere Bands. „Auf jeden Fall 'Queens of the Stoneage'. Außerdem die ersten beiden 'Mando Diao'-Platten, die erste von den 'Arctic Monkeys', die erste von 'Wolfmother', diese zwei krassen Doppelalben von 'System of a Down' … Das war so 'ne Zeit, da kamen sehr viele gute Rockplatten raus“, erklärt Jan Delay dem Online-Portal.
Ganz so neu ist die Beschäftigung mit anderen Stilrichtungen für Jan Delay ja nun auch nicht, schließlich war er bereits im Funk, Dance und Soul-Bereich unterwegs. Auf eine Stilrichtung hat der Gute aber anscheinend dann doch keine Lust: „Schlager natürlich! Aber wer weiß: Vielleicht hab ich da mit 60 ja Bock drauf. Sag niemals nie“, lacht er im Interview. Schlagerstars, nehmt euch in Acht!
em