Urteil gegen Skandal-Rapperin

Zweieinhalb Jahre Haftstrafe für Schwesta Ewa

20.06.2017 14:19 Uhr

Im Prozess gegen die Rapperin Schwesta Ewa, bürgerlich Ewa Müller, ist ein Urteil gefallen. Wie die BILD-Zeitung berichtet, ist die 32-Jährige zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurden.

Schwesta Ewa war wegen Zuhälterei, Menschenhandel, Körperverletzung und Steuerhinterziehung angeklagt worden. Der Vorwurf: Die Rapperin soll vier junge Frauen zur Prostitution gezwungen haben. Vor Gericht sagten diese allerdings aus, nicht gezwungen worden zu sein.

Daher haben sich laut Informationen von Focus Online die Vorwürfe wegen Zuhälterei und Menschenhandel nicht bestätigt. Dafür gab Schwesta Ewa allerdings zu, die Frauen geschlagen zu haben . "Ich hatte meine Ausraster, es floss aber kein Blut", zitiert sie Focus Online.

Schwesta Ewa: Seit November 2016 in U-Haft 

Im November vergangenen Jahres kamen die Vorwürfe gegen die Rapperin ans Licht, seit dem 17. November sitzt sie in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen sie begann am 8. Juni 2017. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft vier Jahre und drei Monate Haft für Schwesta Ewa gefordert. Die Verteidigung plädierte auf ein Jahr und sechs Monate bis zwei Jahre auf Bewährung. Nun muss sie für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Haftbefehl gegen sie wurde vorerst aufgehoben. Wann sie ihre Haftstrafe antreten muss, ist noch nicht bekannt. 

Vor Gericht sagte die 32-Jährige, die früher ebenfalls als Prostituierte arbeite: "Ich schäme mich sehr für mein hässliches und aggressives Leben. Es ist nicht mit meinem zukünftigen Leben vereinbar. Ich werde mich davon distanzieren und mich komplett auf meine Musik konzentrieren."

Frühe Erfahrung mit Drogen?

Schwesta Ewa wurde 1984 im polnischen Koszalin geboren. Sie wuchs ohne ihren Vater auf, kam laut BILD-Online schon früh in ihrem Leben mit Drogen in Berührung. Seit 2004 wohnt sie in Frankfurt. Später kam sie mit dem Rapper Xatar in Berührung, für dessen Label sie seit 2012 rappt.

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