"Elle" mit Isabelle Huppert – nominiert bei den Oscars® 2017

"Elle" erzählt von einer selbstbewussten Frau, die sich weigert, durch ein traumatisches Erlebnis zum Opfer zu werden. Ist das Psychodrama Isabelle Hupperts Ticket für den Oscar®?

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Kommt mit "Elle" der Oscar® für Isabelle Huppert?

Regisseur Paul Verhoeven ist ein Mann der Extreme. Das gilt sowohl für die Drehbücher, die sich der Altmeister aussucht, als auch für den Erfolg, den er mit seinen Filmen hatte: Hollywood-Blockbuster wie "Total Recall" und "Basic Instinct" stehen grandiosen Flops wie "Showgirls" oder dem Fantasystreifen "Flesh and Blood" gegenüber. Mit seinem neuesten Film "Elle" hat Paul Verhoeven nun noch einmal seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt: Der Film, eine Mischung aus Drama, Thriller und einer Prise Tragikkomödie, erzählt die Geschichte einer Geschäftsfrau, die sich nicht zum Opfer machen lässt und ein Trauma nutzt, um erst recht unabhängig über ihr Leben zu bestimmen. Gespielt wird sie von Isabelle Huppert – seit jeher die erste Wahl für schwierige, sogar unsympathische Rollen jenseits aller Schubladen. Ihre Darstellung hat Huppert eine Oscar®-Nominierung als beste Hauptdarstellerin eingebracht – wir sind gespannt, ob die französische Grande Dame des Films am 26. Februar 2017 die Trophäe mit nach Hause nehmen kann.

"Elle" – Filmfakten im Überblick

  • Originaltitel: Elle
  • Genre: Drama/Psychothriller
  • Regie: Paul Verhoeven
  • Drehbuch: David Birke
  • Darsteller: Isabelle Huppert (Michèle Leblanc), Laurent Lafitte (Patrick), Anne Consigny (Anna), Charles Berling (Richard)
  • Länge: 130 Min.
  • FSK: ab 16 Jahren
  • Filmstart Deutschland: 16. Februar 2017

Handlung: Darum geht’s in "Elle"

Michèle ist eine erfolgreiche Unternehmerin, die sich gemeinsam mit ihrer Freundin Anna eine Computerspielfirma aufgebaut hat. Die geschiedene Michèle hat eine heimliche Affäre mit Annas Mann Robert – und sie hat ein Auge auf ihren Nachbarn Patrick geworfen, der mit seiner Frau Rebecca im Haus gegenüber wohnt. Eines Tages wird Michèle in ihrem Haus überfallen und vergewaltigt. Sie zeigt die Tat nicht an, um das anstehende Gnadengesuch ihres Vaters nicht zu gefährden: Dieser ist ein verurteilter Massenmörder, der seit vielen Jahren im Gefängnis sitzt. Michèle versucht ihren Vergewaltiger auf eigene Faust zu finden, als plötzlich ihr Leben aus den Fugen gerät: Ihre Mutter stirbt an einem Schlaganfall und bittet Michèle vor ihrem Tod, ihren Vater im Gefängnis zu besuchen, der kurz darauf im Gefängnis Selbstmord begeht. Schließlich zieht Michèles Sohn Vincent wieder bei ihr ein, nachdem sich herausgestellt hat, dass das Kind, das seine Freundin bekommen hat, nicht von ihm ist. Michèle findet heraus, dass Ihr Nachbar Robert der Vergewaltiger ist. Anstatt ihn anzuzeigen, beginnt sie eine Art Affäre mit Robert, bei der sie die Vergewaltigung als Rollenspiel immer wieder durchspielen – bis die Situation unerwartet außer Kontrolle gerät.

"Elle" – ein deutsch-französischer Film bei den Oscars 2017

"Elle" ist eine Filmadaption des Romans "Oh …" vom französischen Schriftsteller Philippe Dijan. Für Regisseur Paul Verhoeven, der die Drehbuchadaption von David Birke inszenierte, ist es nicht der erste erotische Thriller – 1992 hatte er mit „Basic Instinct“ einen grandiosen Erfolg erzielt. Auch „Elle“ hat schon eine ganze Reihe von Auszeichnungen erhalten, unter anderem zwei Golden Globes für den besten fremdsprachigen Film und die beste Hauptdarstellerin in einem Drama. Tatsächlich lebt der Film von der grandiosen Darstellung Isabelle Hupperts – und so ist es nicht verwunderlich, dass sie auch bei den Oscars 2017 als beste Hauptdarstellerin nominiert ist. Als bester fremdsprachiger Film ist „Elle“ bei den Oscar-Nominierungen zwar nicht berücksichtigt worden – aber das Team rund um Paul Verhoeven wird deswegen sicher nicht weniger feiern, falls Isabelle Huppert in der Oscar-Nacht den Goldjungen entgegennimmt.