Oscar ® 2012 – Unsere Film-Experten tippen die Sieger
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Wer gewinnt beim Oscar ® 2012? Unsere Redaktion tippt mit!
Die Frage der Fragen: Wer holt sich den Oscar® in diesem Jahr? Wir werfen einen Blick auf die fünf Hauptkategorien und fragen die Experten aus der Redaktion. Hat Clooney eine Chance? Wird „The Artist“ bester Film? Gewinnt Michelle Williams als Marilyn Monroe einen Goldkerl?
Bester Film
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Echte Überraschungsgewinner gibt es beim Oscar® selten. Mein Tipp für die Kategorie „Bester Film“ ist daher ganz klar „The Artist“. Alle Voraussetzungen für den Sieg stimmen: Seit der Streifen letztes Jahr bei den Filmfestspielen in Cannes seine Premiere hatte, überschlagen sich die Kritiker vor Begeisterung.
Ein schwarzweißer Stummfilm im Jahr 2012 – das ist schon eine kleine Sensation. Damit ist „The Artist“ der Paradiesvogel unter den anderen 3D-animierten Blockbustern oder furios inszenierten Dramen. Bei den BAFTAs und Golden Globes hat „The Artist“ schon souverän abgesahnt – fehlt also nur noch der Oscar®.
Christine Kurz – Redakteurin ProSieben Stars
Beste Hauptdarstellerin
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Ich denke, dass Michelle Williams in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin gewinnen wird, denn sie spielt das amerikanische Sex-Symbol schlechthin! Die Rolle der Marilyn Monroe ist definitiv die Rolle ihres Lebens und Michelle ist ein echtes Naturtalent. Außerdem ist sie bereits das dritte Mal für den Goldjungen nominiert und es heißt ja nicht umsonst aller guten Dinge sind drei!
Meryl Streep hätte auch keine schlechten Karten, aber zum einen wurde sie schon 17 Mal für den Oscar nominiert und bekam ihn zweimal und zum anderen wird sie kaum Chancen haben sich mit der Rolle der konservativen Margaret Thatcher gegen die Hollywood-Ikone Marilyn Monroe durchzusetzen. Was wäre das denn für ein Statement? Margaret Thatcher, die neue Queen von Hollywood? Michelle wird als Marilyn das Rennen machen, Hollywood feiert sich nun mal am liebsten selbst!
Susanne Dorn – Redakteurin sixx / fem
Bester Hauptdarsteller
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Die goldene Regel für die Oscars® lautet: Wer im Vorfeld ordentlich abräumt hat die besten Chancen. Jean Dujardin sollte also seine Dankesrede üben, denn im Oscar®-Vorlauf räumte er bei Golden Globes, BAFTA und Screen Actors Guild Award ordentlich ab.
Dujardin braucht kein 3D, keine Special Effects, ja nicht einmal Ton um aus der Masse seiner Mitbewerber herauszustechen. Er unterhält das Publikum 100 Minuten und das mit wortloser Schauspielkunst. Oscar® Anwärter wie Clooney und Pitt werden es da schwer haben, denn die Leistung des Franzosen ist speziell – und das mag die Academy. Es sieht ganz so aus, als würde der Oscar in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ 2012 ein Baskenmützchen tragen.
Markus Weiß – Redakteur ProSieben Kino-Channel
Beste Nebendarstellerin
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Klare Oscar®-Favoritin für die „Beste Nebendarstellerin” ist Octavia Spencer. Sie verdient den kleinen goldenen Kerl für ihre amüsante Rolle als schwarzes Hausmädchen Minny in dem Rassendrama „The Help“.
In dem Film spielt sie eine tapfere, eigenwillige Frau, die sich auf ihre eigene Art gegen die Rassentrennung in Mississippi auflehnt. Mit lockeren Sprüchen und liebenswerten Charme verleiht sie dem ernsten Thema des Films eine witzige Note. Den Golden Globe bekam sie schon, vielleicht klappt’s ja dann auch mit dem Oscar®.
Freuen würde ich mich auch für Melissa McCarthy. Als durchgeknallte und ziemlich derbe Brautjungfer Megan in „Brautalarm“ stand sie wunderschön im Kontrast zu dem sonst so schnöden Hochzeits-Plüsch.
Nina Stegmann – ProSieben.de Entertainment
Bester Nebendarsteller
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Christopher Plummer hat für seine Rolle in „Beginners“ den Goldjungen so gut wie in der Tasche. Mit seiner Darstellung des 75-jährigen Hal, der erst im hohen Alter beginnt, seine Homosexualität auszuleben, beweist er Mut, Offenheit und sehr viel schauspielerisches Können.
Wer mit 83 Jahren so viel Lebensfreude auf die Leinwand zaubert, dass man sich selbst als junger Mensch ein Beispiel daran nehmen möchte, muss den Oscar einfach mit nach Hause nehmen. Ganz nebenbei haben die Oscar-Gewinner Tom Hanks („Philadelphia“, 1993), Hilary Swank („Boys Don’t Cry, 1999) Charlize Theron („Monster“, 2003) oder Sean Penn („Milk“, 2008) gezeigt: Schwul/lesbische Rollen haben hohe Chancen.
Leonore von Papp - Redakteurin kabeleins