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Arno Funke

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Arno Funke
© dpa

Starprofil

  • Vorname Arno
  • Nachname Funke
  • Geburtsdatum 14.3.1950
  • Geburtsort Berlin, Deutschland
  • Land Bundesrepublik Deutschland
  • Sternzeichen Fische
  • Geschlecht männlich

Kurzbiografie

Unter dem Erpresser-Pseudonym "Dagobert" wurde Arno Funke bundesweit bekannt. Jahrlang erpresst er diverse Kaufhäuser. Sein Fall entwickelt sich zum längsten und aufwendigsten Erpressungsfall in der deutschen Kriminalgeschichte.

Der Autor Arno Funke wird 1950 unter dem bürgerlichen Namen Arno Martin Franz Funke in Berlin-Rudow geboren. Zunächst verläuft sein Steckbrief durchschnittlich: Er besucht die „Rütli“-Schule in Neukölln, wo er zweimal sitzen bleibt. Schon in seiner Kindheit entdeckte er seine Leidenschaft fürs Malen. Im Alter von 19 Jahren schloss Arno Funke seine Ausbildung zum Schilder- und Lichtreklamemacher ab. Danach führte der Berliner ein unbeständiges Leben und versuchte sich in diversen Jobs - unter anderem als DJ und Lackierer.

Nach jahrelanger Arbeitslosigkeit entschloss sich Arno Funke dazu, Kaufhäuser zu erpressen. 1988 erpresste er das „Kaufhaus des Westens“ in Berlin um 500.000 DM. Da die Geldübergabe zunächst scheiterte, deponierte er eine selbst gebastelte Bombe im Kaufhaus, die durch ihre Explosion einen Sachschaden in Höhe von 250.000 DM verursachte. Bei der Geldübergabe erlangte er den geforderten Geldbetrag und konnte einige Jahre davon leben.

Zwischen 1992 und 1994 erpresste Arno Funke weitere Kaufhäuser. Durch sein raffiniertes Vorgehen wurde er von den Medien nur noch „Dagobert“ genannt. Der Erpresser gab seine Anweisungen per Telefon durch, bei denen er ein Band mit Computer-Stimme abspielte. Die Gespräche führte er jeweils aus öffentlichen Kartentelefonen. Mit diesem Trick trieb er die Polizisten an ihre Grenzen. Erst im April 1994 konnte die Polizei „Dagobert“ fassen.

1996 wurde Arno Funke schließlich zu neun Jahren Haft wegen schwerer räuberischer Erpressung verurteilt. Doch nur vier Jahre später konnte er wegen guter Führung vorzeitig entlassen werden. Während seiner Haftzeit zeichnete er für die Satireseite „Eulenspiegel“ Karikaturen. Nach seiner Freilassung arbeitete „Dagobert“ auch weiterhin für den Verlag und veröffentlichte 2004 sein Buch „Mein Leben als Dagobert“. Im Januar 2013 wird er das Dschungelcamp „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ beziehen.