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Birol Ünel

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Birol Ünel
© dpa, wenn1990436

Starprofil

  • Vorname Birol
  • Nachname Ünel

Kurzbiografie

Schauspieler Birol Ünel ist mit den Filmen von Regiewunder Fatih Akin bekannt geworden. Eigentlich steht er schon seit Ende der 1980er vor der Kamera, "Gegen die Wand" hat ihn 2004 aber endlich in einer Rolle gezeigt, die auch die Kritiker nicht mehr ignorieren konnten: Dafür wurde er mit dem deutschen Filmpreis geehrt.

Birol Ünel gilt allgemein als schwieriger Arbeitspartner. Seine Rollen werden häufig von einer brodelnden Wut getragen - und ein wenig davon soll angeblich auch in Birol Ünel selbst stecken. Bei Beschreibungen des Schauspielers und seiner Rollen wird häufig das gleiche Wort verwendet: dämonisch. Das soll nicht etwa heißen, dass Ünel abgrundtief böse ist, sondern dass seine Rollen vor allem gehetzte und emotional aufgewühlte Charaktere sind, die er dem Publikum vor der Leinwand oder der Mattscheibe völlig glaubhaft verkaufen kann.

Der Steckbrief von Birol Ünel beginnt in der Türkei. 1968 zog er mit seinen Eltern nach Deutschland, wo er in der Nähe von Bremen aufwuchs. Bevor er sich schließlich zum Schauspieler an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover ausbilden ließ, machte Ünel eine Ausbildung zum Parkettleger. Er blieb zuerst beim Theater und landete 1992 in Berlin, wo er bei dem Stück „Caligula“ gleichzeitig spielte und Regie führte.

Schon früh gab er dann sein Kinodebüt: 1988 war er an der Seite des Hollywood-Stars Tony Curtis in dem Drama „Der Passagier - Welcome to Germany“ zu sehen. Und seit „Gegen die Wand“ kann sich Birol Ünel sogar immer mehr internationale Produktionen in den Steckbrief schreiben, zum Beispiel den türkischen Film „Hirsiz var!“. Schwierig ist er dennoch geblieben: „Da liebt man einen und liebt einen und pflegt einen und pflegt einen, und dann wird man fertig gemacht“, sagte Fatih Akin einmal über den Schauspieler. Trotzdem hat ihn Akin 2009 für seinen Film „Soul Kitchen“ erneut engagiert.

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