Trendsport Kitesurfen

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Trendsport Kitesurfen

Die Ballade “I Believe I Can Fly” von R. Kelly wurde ursprünglich auf den Basketball-Weltstar Michael Jordan zugeschnitten, der die Gesetze der Schwerkraft in seinem Spiel außer Kraft zu setzen schien. Heute nehmen andere Sportler den Schmuse-Rapper beim Wort und fliegen wirklich - indem sie sich den Wind zu Nutze machen. Für Kristin Boese aus Potsdam kommt man dem Traum vom Fliegen nirgendwo näher als bei ihrem Sport, dem Kitesurfen. Die achtfache  Weltmeisterin: „Der unglaubliche Zug des Windes und das Gefühl der Schwerelosigkeit, wenn man hoch oben in der Luft schwebt, sind einmalig. Davon kommt man nicht mehr los“, beschreibt die 31-Jährige ihre Emotionen. 

Der Traum vom Fliegen

So wie Kristin Boese geht es rund 20.000 „Drachenbändigern“, die seit 1998, als die Kitewelle aus den USA und Hawaii nach Deutschland schwappte, bei uns in den Seilen hängen. Waren es zunächst ein paar wenige Exoten, die sich von teils selbst genähten Drachen auf ihren kurzen Boards über Binnenseen oder Meere ziehen ließen, schweben heute beinahe überall, wo Wasser ist, bunte Kites am Himmel. Modernes Equipment machen Luftfahrten von acht Sekunden Länge möglich, 15 Meter hohe und 40 Meter weite Sprünge sind keine Seltenheit mehr. Der Traum vom Fliegen wurde beim Kitesurfen fast perfektioniert.

Überläufer: Robby Naish

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Kitesurfen ist längst von einer innovativen Randsportart zu einem großen Industriezweig gewachsen. Immerhin vereint diese Mischung aus Wellenreiten und Paragliden alle modernen und spektakulären Attribute des Sports: Flexibilität, Dynamik, Geschwindigkeit, Stil und Ausdauer. Egal ob am Meer oder an Seen: die knalligen Lenkdrachen in Form eines Halbmondes flitzen immer öfter über den Himmel - und etliche Meter weiter unten die Lenker der riesigen Drachen über ihre Spielwiese, die Wasseroberfläche.

Auf einem kleinen Brett (ähnlich einem Wakeboard, Snowboard oder Surfbrett) lassen sich die Herren und Damen der Lüfte von ihrem Lenkdrachen über das Wasser ziehen. Der Auftrieb des Drachens gestattet schon bei geringer Windstärke extreme Sprünge. Kein Wunder also, dass einer der prominentesten Vertreter dieser faszinierenden Wassersportart ein alter Bekannter aus dem Windsurf-Bereich: der 23-fache Windsurf-Weltmeister Robby Naish!