Wetter

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Die gefährlichste Waffe der Welt

Galileo Mystery am 7. August 2009 (Wiederholung vom 16. November 2007)

August 1952, in Lynmouth, einer kleinen englischen Stadt, scheint die Welt unterzugehen. Seit Stunden regnet es, zwei kleine Bäche werden zu reißenden Flüssen. Schließlich rollt eine Flutwelle durch Lynmouth – sie zerstört die Stadt und reißt 35 Menschen in den Tod. Eine tragische Naturkatastrophe?

Ein Zeuge behauptet etwas ganz anderes: Das Unglück wurde von Menschenhand ausgelöst – durch ein geheimes Wetter-Experiment des britischen Militärs. Der Zeuge selbst war Pilot der Royal Air Force und angeblich an dem Experiment beteiligt. Aber kann der Mensch das Wetter überhaupt beeinflussen?

Der Meteorologe Dr. Karsten Brandt geht für Galileo Mystery auf spannende Spurensuche. Er selbst wurde Zeuge eines spektakulären Falles von Wettermanipulation in Deutschland: Im Juli 2005 beobachtete er auf den Radarbildern ein Regenband, das immer weiter Richtung Deutschland trieb. Doch aus dem Schauergebiet, das sich über 300 Kilometer erstreckte, fiel kein Tropfen Regen. Das versetzte den Meteorologen Brandt und seine Kollegen in Alarm. Denn: eine natürliche Erklärung für dieses Phänomen gibt es nicht. Jemand musste diese "Geisterwolken" erschaffen haben - und niemand außer dem Militär hätte die Möglichkeit dazu.

Zusätzliches Gewicht erhält Brandts Verdacht durch den Brigadier Gerald Karner, der als ehemaliger Generalstabsoffizier im österreichischen Verteidigungsministerium um die strategische Bedeutung des Wetters weiß. Er bestätigt: Mit der Kontrolle des Wetters wollen sich die Militärs die Waffe der Zukunft sichern! Gemeinsam mit diesen beiden Experten prüft Aiman Abdallah, wie weit Wissenschaftler schon heute das Wetter kontrollieren und manipulieren können. Der Meteorologe Brandt besucht das weltweit einzigartige Institut für Troposphärenforschung in Leipzig und erfährt, wie Regen künstlich produziert werden kann. Mit diesem Wissen macht sich Karsten Brandt auf nach England, um zu untersuchen, ob die Katastrophe von Lynmouth tatsächlich das Resultat eines fehlgeschlagenen Wetterexperiments war. Vor Ort trifft er Zeitzeugen der Flut. Mit Hilfe eines Geologen versucht Brandt schließlich, den Beweis für die Wettermanipulation zu erbringen.
Im Studio in Berlin präsentiert der ehemalige Generalstabsoffizier Gerald Karner unterdessen eine Studie des US-Air War Colleges, eines der führenden Think-Tanks der US-Regierung. In der Studie beschreiben die militärischen Planer der USA, wie sie durch die Kontrolle von Wetterphänomenen die Kriege der Zukunft gestalten wollen. Ihr Ziel ist es, bis ins Jahr 2025 das Wetter zu beherrschen und zu kontrollieren.

Anhand eines realistischen Kriegsszenarios überprüfen Karner, Brandt und Aiman Abdallah die Studie Punkt für Punkt. Dabei stoßen sie auf Technologien, die von der Industrie bereits heute genutzt werden, und prüfen sie auf ihr militärisches Potenzial. Das Planspiel zeigt, wie der Krieg der Zukunft aussehen könnte. Und es beantwortet die Frage, wie realistisch die Planungen der US-Strategen wirklich sind. Steht der Wetter-Krieg unmittelbar bevor?

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