Nicht überall, wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin: In Deutschland sind Hühnereier aus angeblich tierfreundlicher Haltung verkauft worden, obwohl die Hennen auf engstem Raum gehalten wurden. Falsche Bio-Eier und Pferdefleisch in der Lasagne sind nur die jüngsten in einer langen Reihe von Lebensmittelskandalen. Mehr dazu in 100 Sekunden.
2000 werden Hunderte Fälle von "Rinderwahn" festgestellt. Im Verdacht steht dem Futtermittel zugefügtes Tiermehl. 2004 gibt es erneut BSE-Fälle.
2006 wird bei mehreren Fleischhändlern Gammelfleisch gefunden. Sie hatten das Fleisch umetikettiert und weiterverkauft.
2010 ist Bio-Mais für Hühner mit Dioxin belastet, im Jahr darauf
Futter für Mastanlagen von Schweinen . Die Grenzwerte für den krebserregenden Stoff werden um das 80-fache überschritten.
2011 erkranken erstmals aufgrund eines Lebensmittel-Skandals Menschen - am EHEC-Bakterium, einer gefährlichen Form der Kolibakterien. Als Ursache werden schließlich verseuchte Bockshornklee-Sprossen aus Ägypten ermittelt.
2012 werden antibiotikaresistente Keime auf Hähnchenfleisch in Supermärkten entdeckt und aus dem Verkehr gezogen.
Was passiert mit aussortierten Lebensmitteln?
Meist werden sie vernichtet. Während der BSE-Krise lieferte Deutschland unbelastetes Rindfleisch nach Nordkorea. Im aktuellen Pferdefleischskandal kam die Idee auf, die aussortierten Lebensmittel an Bedürftige zu verteilen. Doch laut dem Verbraucherschutzministerium kann und darf man das nicht.
Wie kann sich der Verbraucher schützen?
Vorschriften und Kontrollen wurden nach den Skandalen verschärft. Doch wenn Sie sicher sein wollen, wo die Lebensmittel herkommen: am besten vor Ort beim Erzeuger einkaufen.
Mo, 13.05.2013, 12:55 Uhr
Mo, 13.05.2013,
Di, 07.05.2013, 16:55 Uhr
Di, 07.05.2013,
Mo, 06.05.2013, 17:45 Uhr
Mo, 06.05.2013,
Fr, 03.05.2013, 15:56 Uhr
Fr, 03.05.2013,