Dienstag, 22.10.2013

100 Sekunden: 75 Jahre Kopierer

Wusstet Ihr, dass seit der Erfindung des Kopierers bisher weltweit über 4 Trillionen Seiten fotokopiert wurden? Genau heute vor 75 Jahren wurde der Kopierer erfunden. Von wem und wie genau der erste Kopierer aussah - jetzt in unseren 100 Sekunden!

Wer hat den Kopierer erfunden?
Der Patentanwalt Chester Carlson. Er war es leid, Dokumente per Hand zu vervielfältigen. 1938 gelang ihm der Durchbruch: Die erste Fotokopie der Welt! Darauf zu lesen: Datum und Ort.
Aber erst 1959 gab es einen alltagstauglichen Kopierer. Im Lieferumfang enthalten: Ein Feuerlöscher! Denn bereits bei der Präsentation ging ein Gerät in Flammen auf. Das bremste den Siegeszug aber keineswegs.

Wie funktionierte die erste Kopie?
Carlson bestrich eine Zinkplatte mit Schwefel und rieb darüber, um ihn elektrostatisch aufzuladen. Auf die Platte legte er eine Glasscheibe, auf der etwas geschrieben war. Wenn beide Platten dann belichtet werden, neutralisiert sich die Ladung des Schwefels. Nur unter der Schrift bleibt sie erhalten. Streut man anschließend stark abfärbende Sporen auf die Zinkplatte, haften sie nur an den noch geladenen Stellen, also da, wo vorher Schrift war. Papier drüber und die Sporen färben durch Druck die Schrift darauf ab.

Wie haben sich Kopierer weiterentwickelt?
Reine Fotokopierer werden kaum noch hergestellt. Die Technologie findet sich aber in vielen Multifunktionsdruckern wieder.
Durch sie steigt auch die Anzahl an Ausdrucken: Etwa 31 Seiten druckt ein deutscher Büroangestellter pro Tag, 7 davon unnötig. Legt man für jede unnötige Seite einen Cent Kosten zugrunde, landen jährlich 170 Millionen Euro in deutschen Mülleimern.
Der moderne Kopierer wird aber nicht nur für die Arbeit genutzt. Er dient auch der Unterhaltung…

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