Donnerstag, 17.10.2013

100 Sekunden: Asteroiden Bergung

Die Druckwelle eines im Februar 2013 explodierten Meteoriten hatte in Russland rund 7000 Gebäude beschädigt. Acht Monate nach dem spektakulären Absturz, ist vermutlich ein Stück geborgen worden. Die Bilder gingen im Februar um die Welt. Forschern zufolge hatte der abgestürzte Meteorit ein Gewicht von 10.000 Tonnen und einen Durchmesser von bis zu 20 Metern. Doch was passiert jetzt damit und welchen Wert hat der Stein?

100 Sekunden - Asteroiden Bergung

Wie wurde das Stück geborgen?
Wissenschaftler haben die genaue Lage im See mit Sonargeräten geortet. In 20 Metern Tiefe steckte der Brocken im Schlamm. Als der Stein mithilfe von Seilen auf eine Waage befördert werden sollte, zerbrach er in mindestens drei Teile. Auch die Waage ging zu Bruch, als sie 570 Kilogramm anzeigte. Weitere Fragmente, die vermutlich in einer etwa drei Meter dicken Schlammschicht am Boden des Sees stecken, sollen vorerst nicht geborgen werden. 

Was passiert jetzt mit dem Brocken?
Zuerst wird das Stück auf seine Echtheit überprüft, denn Taucher haben bereits zwölf vermeintliche Bruchstücke aus dem See geholt. Nur in vier Fällen stammte das Gestein tatsächlich aus dem All. Das wichtigste ist jetzt, den Meteoriten zu trocknen. Denn durch den Sauerstoff in der Luft fangen die Metallanteile des Steins an zu rosten – im Extremfall könnte der Meteorit weiter zerfallen. Um dies zu verhindern muss er konserviert werden. Vermutlich wird er dann nach weiteren Untersuchungen in einem Museum ausgestellt.

Welchen Wert hat er?
Meteoriten sind höchst begehrt - bei Sammlern genau wie bei Wissenschaftlern. Das kann von 50 Cent pro Gramm anfangen und bis zu tausend Euro pro Gramm gehen, je nachdem was man gefunden hat. Den genauen Wert lässt sich bei diesem großen Stück nicht beziffern. Sicher ist: Er hat einen extrem hohen wissenschaftlichen und ideellen Wert. 

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