Sonntag, 6.10.2013

100 Sekunden: Cyberarmee

In letzter Zeit häufen sich die Angriffe der sogenannten „Cyber-Krieger“ auf Computersysteme von Unternehmen und Ländern. Großbritannien sagt Hackern jetzt den Kampf an. Die britische Regierung will knapp 600 Millionen Euro in eine sogenannte Cyberarmee investieren.  Was das eigentlich ist und welche spektakulären Hacker-Angriffe es bisher gab – erfahrt Ihr in unseren 100 Sekunden.

06.10.2013 12:00 Uhr

Was ist eine Cyberarmee?
Die Cyberkrieger sind IT-Spezialisten und ehemalige Soldaten. Sie operieren streng geheim und sollen feindliche Computersysteme mit gezielten Cyberattacken abwehren und zurückschlagen. Allein gegen das britische Regierungsnetz gab es letztes Jahr rund 400 000 Angriffe, vermutlich aus China und Russland. Deshalb soll die Zahl der britischen Cyberkrieger jetzt mehr als verfünffacht werden – von 900 auf  4900.

Was sind die Waffen in einem Cyberkrieg?
Die Waffen sind vor allem Viren und Trojaner. Im Cyberkrieg stehen sich zwei Hackerarmeen gegenüber: Sie sabotieren das System des anderen oder stehlen und manipulieren Informationen. Fremde Rechner können innerhalb von Millisekunden infiziert werden. So könnten zum Beispiel Telekommunikationsnetze, Nuklearanlagen, Flugzeuge oder Schiffe angegriffen werden. Mit zum Teil verheerenden Folgen.

Was sind weltweit die größten Cyberangriffe?
Im Juni 2010 attackierte der Computerwurm Stuxnet  iranische Atomanlagen. Als Urheber gelten die USA und Israel. Im Januar 2008 knipsten Hacker vermutlich in mehreren Städten der USA für kurze Zeit das Licht aus. Genaue Informationen gab der US Geheimdienst nicht heraus, um die Bevölkerung nicht in Panik zu versetzen. Und in Deutschland? Hier entsteht jedes Jahr ein Schaden von 24 Milliarden Euro durch Hacker-Angriffe. Deswegen rüstet auch Deutschland mit einem Nationalen Cyber Abwehr Zentrum auf. Bis jetzt arbeiten hier allerdings nur 10 IT-Spezialisten.

Kommentare