Dienstag, 24.9.2013

100 Sekunden: Drogen-Schmuggel

Sensationeller Drogen-Fund: Über eine Tonne Kokain, versteckt in 31 Koffern, haben Fahnder jetzt in einer Air-France-Maschine in Paris entdeckt. Wird Europa von Schmugglern mit Drogen geflutet?

Vier Tonnen Kokain hat man allein in Frankreich in diesem Jahr schon beschlagnahmt. Schmuggler werden immer dreister und immer mehr Drogen erreichen Europa und Nordamerika.

100 Sekunden: Drogen-Schmuggel

Genau 1.380 Kilogramm Kokain hat man in Paris gefunden. Der Stoff kommt aus Venezuela.

Mit welchen Tricks arbeiten Drogen-Schmuggler?
Bei den 31 Kokain-Koffern glauben die Schmuggler offenbar, scheinbar gewöhnliches Reisegepäck würde nicht auffallen. In Venezuela, wo die Koffer aufgegeben wurden, hatten die Dealer vermutlich auch Kontakte zum Kontroll-Personal am Flughafen. Drogen-Dealer werden immer einfallsreicher. Vor zwei Wochen entdeckte man am Flughafen der kolumbianischen Hauptstadt Bogota eine scheinbar Schwangere, deren Babybauch in Wirklichkeit ein mit Kokain gefüllter Latexbeutel war. Im April entdeckte man - ebenfalls in Kolumbien – drei Tonnen Kokain, vergraben auf dem Gelände einer Hazienda.

Was tut man gegen die Drogen-Flut?
Vor allem in den Herkunfsländern versucht man der enormen Drogen-Produktion Herr zu werden. In Afghanistan ließen die Behörden vor einem Jahr 24 Tonnen beschlagnahmter Drogen verbrennen. In China geht man immer wieder rigoros gegen Drogenhändler vor. Bei der letzten großen Aktion wurden 12.000 Menschen verhaftet.

Kann Europa den Drogenschmuggel eindämmen?
Das Problem beim Drogenhandel: er ist für die Beteiligten lukrativ, der Verkauf von Drogen bringt hohe Gewinne. Allein das jetzt in Frankreich gefundene Kokain hat einen Wert von 200 Millionen Euro. Der in spektakulären Einzelaktionen beschlagnahmte Stoff ist nur ein Bruchteil dessen, was nach Europa geschmuggelt wird. Wegen der hohen Profite gehen Händler und Schmuggler das Risiko ein, erwischt zu werden.

Kommentare