100 Sekunden: Erdlöcher

Rätselhaftes geologisches Phänomen! In der Nähe von Rom hat sich über Nacht plötzlich die Erde aufgetan… und ein rauchendes, spuckendes Loch ist entstanden.
Woher kommt dieses seltsame Phänomen, welche spektakulären Erdlöcher gibt es sonst noch? Und, wie sicher ist die Erde eigentlich hier bei uns in Deutschland? 

Was ist passiert?
Zunächst wurde ein Gasleck neben der dicht befahrenen Straße vermutet. Erste Untersuchungen deuten aber auf ein geologisches Phänomen hin. Unterirdische Gasblasen - sogenannte Fumarolen. Ursache sind die Vulkane rund um Rom. Die sind zwar gerade nicht aktiv, aber erzeugen verborgen im Untergrund Gase. Und die können wie hier auch an die Oberfläche kommen. Gefahr besteht aber nicht.  

Können Erdlöcher auch in Deutschland auftreten?
Ja. 2009 brach das gesamte Kölner Stadtarchiv über einem U-Bahn-Tunnel ein. Ursache waren damals unterirdische Bauarbeiten. Auch alte Bergbau-Stollen können plötzliche Erdfälle auslösen.
Spektakulär auch das Erdloch von Schmalkalden in Thüringen ein Jahr später. Dort brach über Nacht eine 35 Meter breite und 12 Meter tiefe Grube auf. Die Ursache: Auswaschungen im Untergrund.
In der Tiefe kann Wasser Substanzen wie Steinsalze, Kalkstein oder Gips aus dem Gestein spülen. Dadurch bilden sich Hohlräume, die irgendwann einstürzen.
In Schmalkalden wurde wie durch ein Wunder niemand verletzt.

Wie extrem können Erdlöcher werden?
Hier stand früher ein dreistöckiges Haus. Jetzt klafft nur noch ein 30 Meter tiefes Loch in Guatemala-Stadt. Auslöser war ein heftiger Tropensturm. Die Wassermassen unterspülten das gesamte Erdreich -  und das gab nach.
Noch größer ist dieser brennende 70 Meter-Krater aus Turkmenistan. 1971 bohrten hier Geologen versehentlich eine Methanblase an. Um das giftige Gas unschädlich zu machen, wurde es angezündet. Seitdem brennt es.

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