100 Sekunden: eXtrem Smog in China

Smog extrem in China. So sah die chinesische Millionenstadt Harbin noch vor wenigen Tagen aus und so sieht sie jetzt aus. Die ganze Stadt wird von einer Smogschicht bedeckt, die so dicht ist, dass alle Messgeräte versagen. Woher sie kommt und was das für die Bewohner bedeutet, erfahrt Ihr in 100 Sekunden!

100 Sekunden - eXtrem Smog in China

Woher kommt der Smog?
Die Smogbelastung in China ist durch die stark wachsende Industrie und den massiven Kohleverbrauch dauerhaft hoch. Jetzt wurde in der Millionenstadt Harbin aber zusätzlich das städtische Heizungsnetz für den nahenden Winter angestellt – der vermeintliche Grund für die extreme Smogbildung!
Zum Vergleich: Bei uns liegt die zugelassene Obergrenze von Feinstaub bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Die chinesische Messung versagte bei etwa 900!

Was sind die Folgen?
Im letzten Jahr starben in China über 8600 Menschen durch die Luftverschmutzung. Weltweit sind es schätzungsweise mehr als eine Million! Smogpartikel können über die Lunge direkt ins Blut gelangen und das Herz schädigen! Sie sollen aber auch Ursache für Krebs und Asthma sein.
Abgesehen von körperlichen Schäden führt der Extrem-Smog in Harbin zu einem riesigen Verkehrschaos und Massenkarambolagen. Fernbusse stellen alle Fahrten ein. Strassen, Schulen und Flughäfen wurden gesperrt.

Was kann man dagegen tun?
Um die Smogbelastung in China dauerhaft zu senken, sind Vorschriften für Industrie und Autoabgase nötig. Bei uns ist beispielsweise der Rußpartikelfilter für Autos ein Muss. Auch die Einrichtung von Umweltzonen und grüne Energie, könnten die Luftverschmutzung verringern.
Es gibt sogar besondere Farben, die einen Teil des Smogs absorbieren. Sie können auf Lärmschutzwänden angebracht werden. Bislang verringern sie die Belastung in der Luft aber nur um 10 Prozent.
Die Bewohner Harbins können sich derzeit nur mit einem Mundschutz helfen.

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