Mittwoch, 25.09.2013

100 Sekunden: Sex-Falle Internet

Üble Sex-Falle im Netz: Mit einem gefakten Flirt über Skpe bringen Kriminelle andere Menschen massiv in Bedrängnis und haben einen Jugendlichen bereits in den Tod getrieben. Was passiert da im Internet?
Mit einem Trick verschaffen sich organisierte Banden im Internet Nackt-Videos von anderen, um die Opfer dann zu erpressen.

Crime und Sex gibt es reichlich im Internet. Doch diese Masche ist neu.

Wie funktioniert die Sex-Falle?
Die Betrüger kontaktieren ihre Opfer über Facebook. Dabei benutzen sie Frauen als Köder. Die beginnen einen heftigen Flirt mit männlichen Nutzern und schlagen dann vor, über Skype-Video-Telefonie weiter zu machen. Vor der Webcam lässt die gut aussehende Frau die Hüllen fallen. Von den Männern verlangt sie, sich auch auszuziehen. Wer naiv genug ist und mit macht, tappt in die Falle. Denn die Betrüger zeichnen alles auf.

Was passiert den Opfern?
Die Betrüger benutzen das Nackt-Video, um Geld zu erpressen, oft Beträge um die 500 Euro. Da der Kontakt über Facebook angebahnt wurde, haben sie die Identität des Nutzers. Der erhält eine Email mit Link  zum Nacktvideo und eine Drohung, das Video allen Facebook-Freunden zugänglich zu machen. In Schottland hat sich deswegen kürzlich ein 17-jähriger Junge von einer Brücke in den Tod gestürzt.

Wer sind die Erpresser?
In der Schweiz hat die Staatsanwaltschaft Hinweise auf Täter aus der Elfenbeinküste gefunden. Doch die Betrugs-Masche breitet sich derzeit weltweit aus. Das amerikanische FBI und der Stadtstaat Singapur haben schon offizielle Warnungen herausgegeben. Möglicherweise ist die Zahl der kriminellen Nachahmer bereits groß. Experten sehen jedoch wenig Chancen, die Nackt-Video-Täter in der Anonymität des globalen Netzes zu fassen. 

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