100 Sekunden: Wölfe

Wo kommen die Wölfe her?
Aus Polen. Früher wurden Wölfe, als „böse Tiere“ in Deutschland abgeschossen. Solange, bis sie bei uns ausgestorben waren. In Polen hingegen wurden sie nicht verfolgt und konnten sich so ungehindert ausbreiten.
Seit 1998 wandern immer wieder Wölfe über die ostdeutsche Grenze nach Sachsen und Brandenburg und von da aus weiter nach Norden.  Im Jahre 2000 kamen die ersten Wolfsbabys auf deutschem Boden zur Welt. Heute leben bei uns wieder ca. 150 Wölfe in 24 Rudeln. Die meisten im Nord-Osten. Aber auch im süddeutschen Rotwandgebirge wurden einzelne Wölfe gesichtet.
Beeindruckend: Das Revier eines einzigen Wolfrudels ist ganze 300 Quadratkilometer groß. Da sind die Chance einem Wolf zu begegnen sehr gering.

Sind Wölfe gefährlich für uns?
Nein. Trotz seines Gewichts von bis zu 50 Kilogramm und einer Beißkraft von 1,5 Tonnen besteht für uns keine Gefahr durch den Wolf. Das Raubtier ist äußerst scheu und meidet den Menschen. Für den unwahrscheinlichen Fall einem Wolf zu begegnen sollte man ruhig bleiben. Nicht weglaufen. Seit der Wolf zurück in Deutschland ist, wurde kein einziger Zwischenfall mit dem Menschen registriert. Gefährlich ist der Wolf nur für andere Tiere. In Brandenburg werden jährlich bis zu 30 Schafe gerissen.

Wie wird mit den Wölfen umgegangen?
Um den Wolf von anderen Tieren fern zu halten reichen meist Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune und Herdenschutzhunde aus. Abgeschossen werden darf der Wolf in Deutschland nicht. Seit 1990 steht er unter Artenschutz. Laut Naturschutzorganisationen gibt es in Deutschland noch genügend Platz für den Wolf. Und zwar für über 400 Rudel. Der Wolf darf sich also weiter ausbreiten.

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