Plastiktüten-Verbot

Die EU will die dünne Plastiktüte verbieten. Ein europaweites Verbot soll angeblich der Verschmutzung der Weltmeere entgegenwirken. 
Plastik ist schädlich für die Umwelt. Das wissen wir. Doch warum hat man es jetzt grade auf die dünne Plastiktüte abgesehen? Und ist Plastik wirklich so schlecht? Die überraschende Antwort jetzt in 100 Sekunden.    

Plastiktüten

Was ist die Alternative zur dünnen Plastiktüte?
Überraschenderweise die dicke Plastiktüte. Sie hat  die beste Ökobilanz. Bio-Tüten werden in den Kompostieranlagen nicht als solche erkannt und wie normale Plastiktüten verbrannt. Die Papiertüte verbraucht bei der Herstellung mehr Wasser als die dünne Plastiktüte. Der Jutebeutel ist zwar eine gute Alternative, allerdings müsste er mindestens 130 Mal benutzt werden, damit er sich ökologisch lohnt. Fazit: am besten dicke Plastiktüten oft verwenden.

Warum soll grade die dünne Plastiktüte verboten werden?
Die dicke Plastiktüte behält man länger. Die dünne Plastiktüte aber ist das Wegwerfprodukt. Sie wird im Schnitt nach nur 20 Minuten entsorgt. Weil sie so dünn ist reißt sie schnell und kann darum nur einmal verwendet werden. Das ist verheerend wenn man bedenkt, dass Plastik nicht verrottet. Es wird meist verbrannt. Das passiert aber nur mit einem Teil des Plastikmülls. Der Rest zerfällt in kleine Teile und landet oft im Meer. Das lässt die Meeresbewohner langsam verenden. Auch in Deutschland: fast 94 Prozent aller Nordsee-Vögel haben Plastik in ihren Mägen. 

Rettet ein EU-Verbot wirklich die Meere?
Nicht wirklich. Der Meeresmüll besteht nämlich nicht nur aus dünnen Plastiktüten, sondern sämtlichen Folien, Plastikverpackungen, oder Plastikflaschen. Trotzdem: Ein Verbot wäre ein guter Anfang. Doch laut Müllexperten muss erst mal die EU-weite Müllentsorgung verbessert werden, damit die dünne Plastiktüte und ihre Artgenossen erst gar nicht im Meer landen. 

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