Tipps für sichere Passwörter

Nach dem millionenfachen Klau von Online-Zugangsdaten rät das Bundesamt für Sicherheit allen Internet-Nutzern, die im Netz verwendeten Passwörter regelmäßig auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Wir haben die besten Tipps für sichere Passwörter zusammengefasst. Außerdem könnt ihr hier prüfen, ob eure Konten betroffen sind.

Tipps für ein gutes Passwort

  • Es sollte mindestens acht Zeichen lang sein.
    (Ausnahme: Bei Verschlüsselungsverfahren wie z.B. WPA und WPA2 für WLAN sollte das Passwort mindestens 20 Zeichen lang sein. Hier sind so genannte Offline-Attacken möglich, die auch ohne stehende Netzverbindung funktionieren - das geht z.B. beim Hacken von Online-Accounts nicht.)
  • Es sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Ziffern (?!%+) bestehen.
  • Tabu sind Namen von Familienmitgliedern, des Haustieres, des besten Freundes, des Lieblingsstars oder deren Geburtsdaten usw.
  • Wenn möglich sollte es nicht in Wörterbüchern vorkommen.
  • Es soll nicht aus gängigen Varianten und Wiederholungs- oder Tastaturmusternmustern bestehen, also nicht asdfgh oder 1234abcd usw.
  • Einfache Ziffern am Ende des Passwortes anzuhängen oder eines der üblichen Sonderzeichen $ ! ? #, am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passwortes zu ergänzen ist auch nicht empfehlenswert.

Wenn dein System Umlaute zulässt, bedenke bei Reisen ins Ausland, dass auf landestypischen Tastaturen diese evtl. nicht eingegeben werden können.

Passwörter nicht notieren

Passwörter sollten außerdem niemals unverschlüsselt auf dem PC abgelegt werden oder ganz altmodisch auf dem berühmten Notizzettel am Bildschirm kleben. Wer sich Passwörter notieren will, sollte diese stattdessen auf Papier unter Verschluss halten bzw. auf dem Rechner in einer verschlüsselten Datei ablegen.

Wer viele Online-Accounts hat, für den empfiehlt sich ein Passwort-Verwaltungsprogramm wie z.B. keepass . Diese Programme generieren starke Passwörter, die sich der Nutzer aber nicht mehr einzeln merken muss. Stattdessen muss man sich nur noch ein gutes Masterpasswort überlegen und im Kopf behalten.

Passwörter regelmäßig ändern

Jedes Passwort sollte in regelmäßigen Zeitabständen geändert werden. Viele Programme erinnern dich automatisch daran, wenn du das Passwort z. B. schon ein halbes Jahr benutzt. Diese Aufforderung nicht gleich wegklicken – sondern ihr am besten gleich nachkommen! 

Keine einheitlichen Passwörter verwenden

Problematisch ist die Gewohnheit, einheitliche Passwörter für viele verschiedene Zwecke bzw. Accounts (Online-Banking, Soziale Netzwerk,...) zu verwenden. Denn gerät das Passwort einer einzelnen Anwendung wie beim aktuellen Fall in falsche Hände, so hat der Angreifer freie Bahn für deine übrigen Anwendungen. 

Mehr Informationen und ausführliche Ratgeber zum Schutz deines PCs bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik auf seiner Webseite.
www.bsi-fuer-buerger.de

Bin ich betroffen?

Mit dem BSI-Sicherheitstest kannst du testen, ob du vom Datenklau betroffen bist. In diesem Fall solltest du dringend alle deine Passwörter mit den oben genannten Tipps austauschen und deinen PC mit einem Virenscanner auf Schadsoftware untersuchen.

sicherheitstest.bsi.de

Quelle: dpa/BSI

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