Das Auge am Ohr

Das Auge am Ohr

Kann ein technisches Gerät das menschliche Auge ersetzen? Für fast 300 Millionen Menschen weltweit, die schlecht oder gar nicht sehen können, wäre das eine Revolution. Ein israelisches Startup-Unternehmen hat ein Kamerasystem erfunden, das für Menschen mit Sehschwäche als „Auge am Ohr“ fungiert: das Kamerasystem teilt seinem Nutzer akustisch mit, was es sieht. Wie das funktioniert? Galileo war bei dem jungen Unternehmen und hat es sich von den Entwicklern zeigen lassen. 

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OrCam

Fragen an die Redakteurin:
Wieso dieses Thema?
Ich war begeistert von der Idee, dass ein technisches Gerät Menschen mit Sehbehinderung – ansatzweise  – das Augenlicht ersetzen kann. Was kann Technik und Innovation für einen besseren Zweck haben, als die Lebensqualität zu verbessern und Menschen die schlecht sehen ihre Unabhängigkeit und Selbstständigkeit zurück zu geben? Sehr spannend finde ich auch, dass dabei Computern „intelligentes“ Sehen, quasi wie Menschen, beigebracht wird.

Wie war´s beim Dreh?
Die größte Herausforderung beim Dreh war es, die Produktionsschritte und Funktionsweisen auszuwählen, die dem Zuschauer zeigen, wie die OrCam funktioniert. Unsere Testerin mit Sehbehinderung, Liat, kommt gut mit dem Gerät zurecht und bewegt sich sicher und zielstrebig damit. Ido, der blinde Tester, kannte die Funktionsweise noch nicht und war auch noch aus einer anderen Stadt, so dass ihm die Orientierung viel schwerer fiel.

Was weiß ich jetzt besser?
Überraschend war, dass das Büro, wo die OrCam entwickelt wurde, eher nach Studentenbüro aussah als nach Hightech-Entwicklung. Trotzdem arbeiten dort Experten mit sehr viel Erfahrung. Eine Erkenntnis, die mir auf jeden Fall in Erinnerung bleibt ist, dass verschiedene Nutzergruppen ganz verschiedene Anforderungen an ein Produkt haben können, wie hier Sehbehinderte und blinde Nutzer. 

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