Seegras-Möbel

Seegras-Möbel

Möbel aus Pflanzenfasern werden immer beliebter in deutschen Möbelhäusern. Doch kaum jemand macht sich Gedanken, wie viel Arbeit in einem einzelnen Stuhl aus Seegras steckt. In Indonesien ist das nämlich alles Handarbeit. Galileo ist vor Ort und begleitet den Weg eines Seegras-Stuhls. Von der Ernte über die Webarbeit bis ins deutsche Esszimmer. 

Interview mit der Redakteurin:
1. Wieso dieses Thema?
Zu sehen, wie Möbel hergestellt werden, ist für mich immer spannend. Wenn das dann auch noch Möbel aus Pflanzenfasern sind, wo jeder einzelne Arbeitsschritt von Hand gemacht wird, ist das noch toller.

2. Wie war's beim Dreh?
Es ist immer wieder lustig, im Vorfeld sämtliche Missverständnisse auszuräumen. Als Redakteur sagt man oft: “Wir würden gerne jeden Arbeitsschritt drehen – und sei er noch so uninteressant in Deinen Augen!” Alle Beteiligten stimmen zu und schlussendlich kommt man dann zum Drehort und das halbe Erntefeld ist schon abgemäht und der Stuhl schon halb fertig. Aber das ist schließlich auch das lustige an Auslandsdrehs: Es ist immer alles anders als man denkt. Und das ist schön.

3. Was weiß ich jetzt besser?
Ich hab viel über das marine Seegras gelernt, was ich vorher nicht wusste. Ein Hektar Seegras speichert viel mehr CO2 beispielsweise, als ein Hektar Amazonas Regenwald. Und gibt das CO2 auch nicht mehr ab, da es im Meeresboden gespeichert wird. Außerdem kann Seegras bis zu 100.000 Jahre alt werden. Es gehört also dringend mehr honoriert und geschützt. Daran sollte man das nächste Mal denken, wenn man am strandnahen Wasser ins glitschige Seegras steigt.

Links zum Beitrag:
Möbel aus Wasserhyazinthe, Bananenblatt und Seegras  

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