Physik der Sportarten

Physik der Sportarten

Stabhochspringer sind die Könige der Lüfte. Über sechs Meter schrauben sich die Besten in die Höhe. Bis zum zehnfachen des eigenen Körpergewichts müssen sie dabei aushalten. Undglaublich, oder? Und das ist nur eine von vielen atemberaubenden Höchstleistungen der Leichtathletik.

Links zum Beitrag: 
Stiftung Deutsche Sporthilfe 

Zusatzinfos:
Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat seit ihrer Gründung im Jahr 1967 bis heute über 40.000 deutsche Sportlerinnen und Sportler mit rund 350 Millionen Euro unterstützt. 90 Prozent aller bundesdeutschen Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften wurden von Athletinnen und Athleten gewonnen, die von der Sporthilfe gefördert wurden. Mit jährlichen Fördergeldern von zehn bis zwölf Millionen Euro leistet die Sporthilfe einen entscheidenden Beitrag zur Vielfalt und Leistungsfähigkeit des deutschen Sports.
Bei der neuen Kampagne „Dein Name für Deutschland“ der Deutschen Sporthilfe kann ab sofort jeder „offizieller Sponsor der deutschen Spitzensportler“ werden. So kann jeder einen kleinen Beitrag für zukünftige Erfolge bei Olympischen Spielen, Paralympics, Welt- und Europameisterschaften leisten.

Interview mit dem Redakteur:

Wieso dieses Thema?
Zugegeben: Leichtathletik ist nicht unbedingt der Sport, der einen auf Anhieb fasziniert. Irgendwie denkt man immer an Sportunterricht in der Schule und der war, wenigstens bei mir, nicht wirklich fernsehreif.
Als ich aber gehört habe, dass ein Dreispringer bis zum sechsfachen seines Köpergewichts aushalten muss, da fand ich das Thema Leichtathletik auf einmal gar nicht mehr so langweilig. Und als ich mich damit beschäftigt habe, da wurde es auf einmal sogar richtig spannend.
Denn das wirklich beeindruckende beim Hammerwerfen und Sprinten, beim Drei- und Hochsprung, das sind die Leistungen, die man mit bloßem Auge gar nicht sehen kann. Daher unsere Idee: die Physik des Sports sichtbar machen. Denn das habe ich im Fernsehen in dieser Form noch nie gesehen.

Wie war´s beim Dreh?
Um die Höchstleistungen der Sportler im Bild einfangen zu können, braucht man Hochleistungstechnik. Genauer: eine Highspeed-Kamera.
Die muss man sich als einen grauen Klotz von der Größe eines Schuhkartons vorstellen, an den man vorne eine Optik geschraubt hat. Das Besondere an unserer Highspeed-Kamera ist, dass sie via Glasfaserkabel mit einem Computer verbunden ist. Denn die Aufnahmen werden nicht in der Kamera selbst gespeichert, sondern auf der Festplatte des Rechners. Das klingt erstmal ziemlich modern und flexibel. Und modern ist das Ganze tatsächlich, flexibel leider ganz und gar nicht. In Praxis wartet man nämlich die meiste Zeit darauf, dass irgendwelche Daten von der Highspeed-Kamera zum Rechner kopiert werden. Und das ist sowohl für den Redakteur, als auch für die Sportler, die ständig warten müssen, dass es weitergeht, mitunter etwas nervig.
Aber: auch diese Herausforderung haben wir gemeistert, mit viel Geduld und die meiste Zeit sogar mit guter Laune.

Was weiß ich jetzt besser?
Als Hobby-Sportler denkt man ja: 20 Mal hintereinander Stabhochspringen, 30 Mal Hammerwerfen – für Leistungssportler sollte das doch kein Problem sein. Wozu trainieren die sonst den ganzen Tag?
Tatsächlich liegen die Dinge etwas anders. Denn das Training von Top-Athleten ist viel ausgefeilter als einfach Zig-Mal hintereinander ihre Disziplin zu üben. Wenn sie das trotzdem mit (fast) voller Kraft machen, so wie es für unseren Dreh nötig war, werden die Trainer schon etwas nervös. Leistungssportler sind nämlich sensibel. Wenn sie an einem Tag mit der Belastung übertreiben, können sie den nächsten Wettkampf ein paar Tage später vergessen. Das war mir so vorher einfach nicht klar.

Und zum Schluss:
Ein Riesen Dankeschön an alle Beteiligten, vor allem an Betty Heidler, Deutschlands erste Weltmeisterin im Hammerwerfen. Einen kompletten Trainingstag hat sie für unseren Dreh geopfert! Und das, obwohl die Leichtathletik EM vor der Tür seht. Umso so mehr hoffe ich, dass ihr unser Beitrag gefällt, und natürlich dass sie trotzdem eine Top-Platzierung bei der Europameisterschaft schafft. Liebe Betty, viel Erfolg!

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