Crazy Europaletten

Aus alt mach neu. Möbel selber bauen ist total angesagt. Gerne aus Europaletten. Denn die sind günstig, leicht zu verarbeiten und vielseitig einsetzbar. Aber wieso heißt die Europalette eigentlich Europalette? Was ist dran an dem Gerücht, dass das Holz angeblich gesundheitsschädlich ist? Und kann ich aus Europaletten wirklich günstig Möbel selber bauen? Für Galileo lüften wir die neuesten Tipps und Tricks rund um das Holzwunder und bauen mit einem Hobbyhandwerker und einem Laien Möbel-Ideen nach.

Interview mit der Redakteurin:

1. Wieso dieses Thema?
Eine neue Wohnung ist teuer. Das weiß nicht nur, wer gerade umgezogen ist. Möbel verschlingen den Monster-Anteil des Einrichtungsbudgets. Da trifft es sich gut, dass ein totgeglaubter Trend seit kurzem ein Revival erfährt. Möbel aus Europaletten sind momentan wieder in vielen Einrichtungsblogs, in Wohnzeitschriften und Onlineportalen zu finden. Zusammen mit farblich kräftigen Deko-Elementen sind sie echte Hingucker. Und noch dazu kann man die öden Holzklötze angeblich ganz einfach und ohne viel Aufwand selber in schicke Möbel verwandeln, heißt es. Designmöbel im Handumdrehen und dass auch noch preiswert? – Das scheint zu schön, um wahr zu sein… Wir haben genau das zwei Jungs testen lassen und fanden heraus: Mit etwas handwerklichem Geschick und ein paar Paletten kann jeder zum Möbeldesigner werden.

2. Wie war´s beim Dreh?
Am Anfang schien uns die Aufgabe schwierig: Einen ganzen Raum nur aus Europaletten einrichten… und dass in so kurzer Zeit! Aber als die ersten Möbelideen zusammengetragen waren, merkten wir: Bei Möbeln aus Europaletten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man selbst aus alten, kaputten Holzklötzen schöne Wohnelemente zaubern kann. Unsere Protagonisten waren so begeistert, dass sie während des Drehs immer wieder mit neuen Ideen ankamen. Hätten sie mehr Zeit gehabt, hätten sie sicherlich ein ganzes Haus einrichten können. Letztlich ist es ein Raum geworden. Und der kann sich sehen lassen!

3. Was weiß ich jetzt besser?
Möbel selber bauen – auf die Idee kommt ja nun wirklich fast niemand! Das ist viel zu kompliziert! Lieber ein Einrichtungsgeschäft ansteuern, das ist wesentlich einfacher. Falsch! Wenn man sich in Zeitschriften und dem Netzt Anregungen holt und sich hier und da von einem etwas handwerklich begabten Menschen beraten lässt, kann man mit relativ wenig Aufwand selber zum Möbeldesigner werden. Das macht außerdem nicht nur Spaß, sondern spart auch noch Geld. Voraussetzung ist allerdings, dass man ein paar grundlegende Handwerkstipps befolgt, wie zum Beispiel altes Holz vor dem verschrauben immer vorzubohren. Sonst kann das Material splittern. Und das dürfte vor allem bei Liegen und Sitzmöbelstücken unangenehm sein.   

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