Parkwahnsinn New York

Parkwahnsinn New York

'Alternate Side Parking' – schon mal gehört? Damit verschwenden gestresste New Yorker zweimal die Woche neunzig Minuten. Wenn die Straße gereinigt wird, müssen sie zur besten Arbeitszeit ihre Autos umparken. Wer seinen Parkplatz nicht verlieren will, stürzt sich dann in die Schlacht. Denn der beste Parkplatz ist der, den man schon hat. Deshalb fahren viele Autobesitzer in New York gleich mit der U-Bahn.
Parken im Big Apple ist ein Wahnsinn mit Methode, nichts für Leute, die weder Geld, Zeit noch Ideen haben, wie sie die sage und schreibe 98 New Yorker Parkregeln austricksen können. Die Stadt macht allein mit Strafzetteln für's Parken mehr als 600 Millionen Dollar im Jahr, ein wichtiger Haushaltsposten. Deshalb, da sind sich die New Yorker einig, seien die Parkregeln so kompliziert. Allein Fedex und UPS zusammen fahren oder besser: parken im Monat fast eine Million Dollar an Strafzetteln ein. Gerade für kleinere Firmen sind die hohen Summen für die Knöllchen ein Killer. Und Parkflächen werden immer knapper, denn in Downtown Manhattan sind sie die einzigen Freiflächen, die für Bauprojekte zu haben sind. Aber es gibt auch Lichtblicke, etwa Automotion Parking Systems. Die vollautomatisierten Parkhäuser, die von der deutschen Firma Stopa entwickelt wurden, sparen Platz. Zwei- bis dreimal mehr Autos passen rein als in herkömmliche Parkhäuser.      

Links zum Beitrag:
Crain`s New York
New York Post

Alle Themen der Sendung gibt's auf unserer neuen Webseite

Kommentare

Ganze Folgen