Leben eXtrem - Gegenbesuch Iban

Leben eXtrem - Gegenbesuch Iban

Galileoreporter Matthias Fiedler startet in ein neues Abenteuer! Doch dieses Mal muss er seine Koffer nicht packen. Stattdessen bekommt Matthias Besuch – von den Iban, einem Stamm ehemaliger Kopfjäger aus dem Dschungel Borneos.
In den vergangenen zwei Jahren ist Galileoreporter Matthias Fiedler quer über den Globus gereist, um mit den letzten Naturvölkern unserer Erde zu leben. Egal ob im Dschungel, an der Küste, in der Wüste oder der Steppe - überall wurde unser Reporter aufgenommen, als wäre er ein Teil der Familie. Ebenso bei den Iban. Zu ihnen führte eine seiner ersten Reisen. Wir finden, jetzt wird es höchste Zeit für Matthias, auch selbst mal der Gastgeber zu sein. Wir sind dabei, wenn drei Mitglieder der Iban zum ersten Mal in ihrem Leben auf moderne Zivilisation treffen. Gastgeber Matthias Fiedler wird ihnen drei Tage lang seine Heimat - Deutschland - zeigen. Und das bedeutet: Vom echten Dschungel in den Großstadtdschungel. Wie werden die Ureinwohner in der Moderne klar kommen? Ein spannendes, unvorhersehbares Gastspiel.     

Interview mit der Redakteurin:
Wieso dieses Thema?
Im Dschungel kommt einem alles fremd vor. Die Geräusche, die Gerüche, das nie aufhörende Grün. Man erkennt das eine Blatt nicht vom anderen. In dieser – für uns - menschenfeindlichen Umgebung zurechtzukommen, ist natürlich eine große Herausforderung. Aber genauso ist es auch anders herum. Was für uns Alltag ist, erscheint plötzlich Menschen, die am anderen Ende der Welt wohnen ganz ungewohnt und neu. Erst wenn man das eigene Leben aus einer anderen Perspektive sieht, kann man seinen Horizont erweitern. Und genau darum geht es in dem Beitrag.

Wie war´s beim Dreh?
Die größte Herausforderung war die Vor-Recherche und die Organisation des Drehs. Denn wie kommt man mit einem Volk in Kontakt, das kaum Kontakt zur Außenwelt hat, geschweige denn Emails empfangen kann? Hat man sich allerdings erst einmal ein Netzwerk aufgebaut, dann geht es ganz gut. Zumindest über die Hauptstadt von Sarawak – Kuching. Dann kam die Angst, dass sich unsere Gäste aus der Ferne im fremden Land vielleicht unwohl fühlen. Gerade bei Menschen, die noch nie die Heimat verlassen, geschweige denn über Fernseh- oder Radio etwas über andere Lebensweisen erfahren haben, würde man davon ausgehen, dass sie etwas verschüchtert aus dem Flieger steigen. Aber alles andere war der Fall. Unsere Gäste waren von der ersten Minute an begeistert bei der Sache, haben viele Fragen gestellt und waren offen für alles Neue. So haben wir uns in kurzer Zeit sehr gut kennen gelernt. Und beim Abschied war das ganze Team traurig, dass die Zeit so schnell vergangen war.

Was weiß ich jetzt besser?
Während des Drehs haben wir Deutschland und unseren Alltag durch die Augen eines Volkes erlebt, das autark und egalitär im dichten Dschungel Borneos lebt. Das hat uns völlig neue Blickwinkel eröffnet. Manches, was wir als selbstverständlich hinnehmen, lässt die Iban staunen und manches, was wir als besondere moderne Errungenschaft feiern, lässt sie völlig kalt. Das Ergebnis: Ein spannender Gedankenaustausch, bei dem wir hin und wieder den Spiegel vorgesetzt bekamen. Mit der Erkenntnis, dass unsere Art zu Leben eben nicht die einzig wahre ist und wir letztendlich alle ein Produkt unserer Lebensverhältnisse sind.

 

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