Urzeit - Fliessband

Urzeit - Fließband

Vor 100 Jahren, ab dem 1. Dezember 1913, rollten bei Ford in Detroit die ersten T-Modelle vom Fließband. Es war die Geburt des Massenprodukts. Der Preis für eine „Tin Lizzy“ – so nannten die Menschen dieses Auto – sank durch die Fließbandfertigung von 780 auf 490 Dollar, die Produktion eines Autos dauerte nicht mehr 12, sondern nur noch zweieinhalb Stunden. Eine Erfindung revolutionierte die Welt – und wurde immer weiter perfektioniert.
1961 schweißte der erste Industrieroboter, ein 1,8 Tonnen schweres Ungetüm namens Unimate, erstmals Karosserieteile bei General Motors. Seitdem hat die Automatisierung durch Roboter immer weiter zugenommen. Diese Entwicklung hatte allerdings bisher Grenzen. Denn Menschen dürfen mit Robotern nicht direkt zusammen arbeiten. Gitter und Laserschranken trennen die Arbeitsbereiche, die Verletzungsgefahr wäre zu groß. Das soll sich jetzt ändern. Forscher arbeiten weltweit an Industrierobotern, die ihren menschlichen Kollegen buchstäblich die Hand reichen können, ohne ihnen dabei gefährlich zu werden.
Ein deutscher Autobauer probiert das jetzt zum ersten Mal aus: Im Volkswagen-Leichtmotorenwerk von Salzgitter darf der Leichtbauroboter UR5 zusammen mit „altmodischen“ Montagearbeitern Zylinderköpfe montieren. Wir schauen den stählernen Monteuren und ihren Kollegen aus Fleisch und Blut über die Schulter und zeigen die Meilensteine in 100 Jahren Fließbandproduktion.

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